Weiterbildung Dyslexietherapeutin nach BVL
Wege des Schriftspracherwerbs ebnen
Start: 15. April 2026
LRS, Leserechtschreibschwäche, Legasthenie, Dyslexie: Begrifflichkeiten, die in der Grundschule häufiger fallen und zu unterschiedlichen Reaktionen führen. Oft heißt es: „Das wächst sich aus.“ – „Das Kind braucht nur ein bisschen Zeit.“
Dies kann in leichteren Einzelfällen so sein, doch oft ist eine gezielte Förderung notwendig. Etwas, das zwar zu ihren Aufgaben gehört, jedoch aufgrund der Größe der Klassen und mit den unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen von PädagogInnen oft nicht geleistet werden kann.
Unsere vom BVL (Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie) zertifizierte Weiterbildung befähigt Sie zur individuellen, zielgerichteten Therapie bei Dyslexie.
Diagnostik und Theorie der LRS
- Vermittlung allg. theoretischer Grundlagen
- Modelle des Lesens und Schreibens
- Vorläuferfähigkeiten des Schriftspracherwerbs
- aktueller Forschungsstand
- Überblick über verschiedene Diagnostika
- Testausleihe über ProLog
Förderplanung
- individuell
- zielgerichtet
- als Leistungserbringerin nach §35a SGBals
- inkl. Falldokumentation
Praktische Erfahrungen
- Hospitationen
- Supervisionen
- kollegiale Intervisionen
Beratungskompetenzen
Vermittlung von Grundkenntnissen zu Gesprächsführung und Beratungsprinzipien
Wichtige Einblicke in
- psychische Begleiterscheinungen
- schulrechtliche Vorschriften
- Intelligenztestung
- Netzwerkarbeit
Preis:
grundständig: 4700,- Euro
Aufbau* 3000,- Euro
Ratenzahlung möglich!
Zielgruppe:
LogopädInnen, SprachtherapeutInnen, PädagogInnen, LehrerInnen, PsychologInnen (weitere auf Nachfrage)
Umfang:
16 Online- und Präsenzseminare (verteilt auf 14 Wochenenden in circa 1 Jahr) + Supervisionen, Hospitationen, online Intervisionsgruppentreffen, Selbststudium, i. d. R. drei Fallarbeiten
*für bereits zertifizierte DyskalkulietherapeutInnen
Wahlpflichtseminare LRS
Das Seminar richtet sich an alle TherapeutInnen, die im Dschungel der Materialien zur Diagnosestellung und anschließenden Therapieplanung und -durchführung einen konkreten Wegweiser benötigen. Es ist Ziel, mit Verstand und Transparenz ein „Rezeptbuch" der Therapiestrukturierung für Kinder mit Lese-Rechtschreibschwächen/Legasthenie und evtl. gleichzeitigen auditiven Wahrnehmungsschwächen zielführend anzubieten. Der zeitliche Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Diagnosestellung und Therapiestrukturierung bei Lese- und Rechtschreibschwäche. Das Seminar soll mit hohem Praxisbezug folgendes bieten: - kurze fachliche Einführung der Themen, die zum Verständnis der Diagnosestellung und Therapieplanung wichtig sind (Grundlagen werden weitestgehend vorausgesetzt) - Darstellung und Vorführung einer vollständigen Diagnose einer AVWS mit anschließender Interpretation im Hinblick auf die Folgen für die Sprachentwicklung und Schriftsprachentwicklung - Darstellung und Vorführung eines vollständigen Diagnostikweges einer Lese-Rechtschreibschwäche mit Auswertung der Fehler und Ableitung eines Förderplanes - Strukturierung eines allgemeinen Förderplanes mit Darstellung und Vorführung sehr vieler Therapiematerialien und Computerprogramme - Darstellung individueller Diagnosen und Förderpläne mit Einsatz von Materialien und Programmen für verschiedene Klassenstufen (isolierte LRS sowie Kombinationen mit flankierender AVWS)
Bei impulsiven, zappeligen oder sehr verträumten Kindern wird häufig die Diagnose ADHS gestellt und als allumfassende Erklärung für das Verhalten der Kinder benutzt. Aber so vielfältig die Erscheinungsformen dieses Syndroms sein mögen, so vielfältig sind auch die zu berücksichtigenden Entstehungsursachen und Bedürfnisse, wenn wir sie als LogopädInnen, ErgotherapeutInnen oder LerntherapeutInnen im Rahmen der Behandlung komorbider Entwicklungsstörungen bestmöglich unterstützen möchten. Dieses Seminar möchte zunächst auf Basis aktueller psychologischer und neurowissenschaftlicher Befunde die verschiedenen Bedingungsfaktoren für die Entstehung der Störung sowie die diagnostische Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen näher beleuchten. Im Vordergrund stehen später Übungen und praktische Anleitungen zur Einbindung wissenschaftlicher Befunde in den logopädischen, ergotherapeutischen und lerntherapeutischen Alltag. Inhalte: - Symptomatik, Verursachung und Diagnostik im Überblick- Befunde des Aufmerksamkeitstrainings und des Trainings der exekutiven Funktionen- Bedingungsfaktoren für gute Selbstregulationsfähigkeiten
Die Interventionsforschung aus dem Bereich der Lese-Rechtschreibstörung der letzten beiden Jahrzehnte konnte zeigen, dass Kinder mit LRS für den Aufbau eines orthographischen Lexikons auf explizites - im Gegensatz zu implizitem - Regelwissen angewiesen sind und dass sich mit regelgeleiteten Rechtschreibtrainings die besten Erfolge in der Therapie der LRS erzielen lassen. Dennoch hört man als LerntherapeutIn oder FörderlehrerIn nicht selten folgende oder ähnliche Klagen von Seiten der Eltern: „Eigentlich kann der Max die Regeln doch so gut, aber im Diktat oder im Aufsatz will er sie einfach nicht anwenden!“ Die Herausforderung, die sich hier an die LerntherapeutInnen stellt, bedarf zunächst der Beantwortung verschiedener Fragen: Sind Kinder mit einer LRS überhaupt in der Lage, orthographische Regeln zu verinnerlichen und im Alltag anzuwenden? Welche kognitiven und phonologischen Voraussetzungen müssen hierzu gegeben sein? Welche Strategien müssen erlernt und wie kann deren Automatisierung erfolgreich gefördert werden?Im Seminar erhalten Sie neben Informationen zur aktuellen wissenschaftlichen Befundlage zahlreiche praktische Tipps und Anleitungen für das konkrete Vorgehen in der Lerntherapie. Zunächst werden die neurowissenschaftlichen Grundlagen zum Thema „Aufbau eines orthographischen Lexikons“ sowie zu den hierfür notwendigen Strategien und metaphonologischen Fertigkeiten vermittelt, um ein tiefergehendes Verständnis für die verschiedenen „Knackpunkte" bei der Umsetzung von Regelwissen entwickeln zu können. In der Folge werden dann anhand von Fallbeispielen besondere Methoden für die LRS-Therapie vorgestellt und später in Rollenspielen und anhand konkreter Übungsmaterialien eingeübt. Geplante Themenschwerpunkte sind die Konsonantendopplung und der gesamte Bereich der Dehnung sowie die Groß- und Kleinschreibung.
Wie können die (basalen) Lesefertigkeiten von Kindern logopädisch diagnostiziert und gefördert werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Seminar. Immer mehr Kinder zeigen in den ersten Schuljahren deutliche Probleme beim Aufbau von Lesefertigkeiten. Neben der diagnostischen Abgrenzung zwischen Förderbedarf und Lesestörung soll es auch um die Förderung der Grundschulkinder, insbesondere zu Beginn des Erwerbs der Lesefertigkeiten, gehen. Ziel ist es, dass Sie auf einen Plan zurückgreifen können, wie Sie diese Kinder therapeutisch unterstützen können.
Lesen, und insbesondere das sinnentnehmende Lesen, stellt eine zentrale Schlüsselkompetenz für das schulische und berufliche Vorankommen einer Person dar. In Anbetracht der Tatsache, dass ein beträchtlicher Anteil von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen, schwachem Arbeitsgedächtnis, eingeschränktem Zugriff auf das semantische Lexikon etc. später Leseprobleme entwickelt, muss die Förderung des Lesens breiten Raum innerhalb der therapeutischen Betreuung eines lese-rechtschreibschwachen Kindes einnehmen. Frau Dr. Küspert stellt in dieser sehr praxisbezogenen Veranstaltung auf der Basis wissenschaftlicher Modelle der Leseentwicklung Teilfertigkeiten des Lesens und Leseverständnisses und Strategien zu deren Erfassung und Förderung vor. Aufbauend auf der gemeinsamen Erprobung diagnostischer Instrumente wird die Entwicklung eines fundierten Förderplans behandelt, der auch den Einfluss von beteiligten Sprachentwicklungsproblemen fokussiert. In diesem Zusammenhang wird auch LExi, eine neue Materialsammlung zur Förderung der Leseentwicklung in Kombination mit Exekutiven Funktionen, vorgestellt. Schließlich werden konkrete Strategien zur Optimierung der Informationsentnahme aus Texten behandelt.
Durch Ableitung von Wortstämmen können auch schwache Rechtschreiber rasch eine Vielzahl von Wörtern richtig schreiben, weshalb der morphematische Zugang ein besonders ökonomisches Training erlaubt. Mit diesem Zugang wurde das MORPHEUS-Trainingsprogramm unter ständiger wissenschaftlicher Evaluation durch die Universität Graz für die 4. bis 8. Klassenstufe entwickelt. Das Seminar bietet einen Überblick über das Konzept der morphematischen Bewusstheit sowie daraus resultierende Übungsformen. Die wichtigsten Rechtschreibregeln des Deutschen garantieren, dass ein umfassender Schreibwortschatz aufgebaut wird. Im Seminar wird die praktische Arbeit mit dem PC-Programm, dem Übungsbuch, den Memokärtchen sowie dem Wortbaukasten mit den wichtigsten Wortstämmen, Vor- und Nachsilben vorgestellt. Die vielfältigen, teils spielerischen Übungsformen werden ausführlich besprochen. Die vorgestellten behavioralen und neurophysiologischen Evaluationsstudien belegen einen positiven Trainingseffekt für die morphematische Bewusstheit und die Rechtschreibleistung.
Moderne Technologien bieten spannende Möglichkeiten zur Förderung der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten. Dieses Seminar vermittelt praxisnahe Grundlagen zum Umgang mit Technologien wie generativen KI-Tools und zeigt, wie Lehrkräfte und Therapierende diese sinnvoll und sicher in ihren Arbeitsalltag integrieren können. Die TeilnehmerInnen lernen, wie sie KI gezielt für die Erstellung individueller Lernmaterialien und die Optimierung von Förderinhalten nutzen können. Besonderes Augenmerk liegt auf dem richtigen Einsatz von Technologien, etwa durch optimale Anfragen an KI-Modelle, sowie auf Datenschutz und ethischen Fragestellungen. Anhand von Live-Demonstrationen und interaktiven Übungen werden die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen moderner Technologien praktisch erfahrbar gemacht. So erhalten die TeilnehmerInnen wertvolle Einblicke in KI-gestützte Anwendungen, die ihre Arbeit im Bereich der Lese- und Rechtschreibförderung effizienter und flexibler gestalten können. Dieses Seminar richtet sich an alle, die die Potenziale moderner Technologien reflektiert nutzen und sich mit innovativen digitalen Lösungen zur Förderung der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten vertraut machen möchten.
Lernstörungen wie Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) oder Rechenschwäche beginnen nicht erst in der Schule, denn schon im Vorschulalter unterscheiden sich Kinder in beträchtlichem Ausmaß hinsichtlich sogenannter „Vorläufermerkmale“, die den Erfolg (oder Misserfolg) beim späteren Lesen-, Schreiben- oder Rechnenlernen recht zuverlässig vorhersagen. Mittlerweile konnten sowohl für den Bereich des Schriftspracherwerbs als auch des Aufbaus mathematischer Kompetenz spezifische „Vorläuferfähigkeiten und -fertigkeiten” identifiziert werden, und es schloss sich konsequenterweise die Entwicklung entsprechender Tests und Förderprogramme an. Risikofaktoren beziehen sich u. a. vornehmlich auf Aspekte der Sprachentwicklung, phonologische Bewusstheit, phonologisches und visuelles Arbeitsgedächtnis. So erlauben Screenings die Risikoeinschätzung bereits im Vorschulalter, und wissenschaftlich evaluierte Förderprogramme führen zur effizienten Prävention. Die vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen belegen, dass durch diese spezifischen und spielerisch angelegten Fördermaßnahmen späteren Lernstörungen wirksam vorgebeugt werden kann. In diesem sehr praxisbezogenen Seminar werden neu entwickelte Testverfahren und Förderprogramme in engem Bezug zu ihren wissenschaftlichen Grundlagen vorgestellt und gemeinsam mit den TeilnehmerInnen praktisch erprobt.
Lesen können bedeutet gerade auch für Kinder mit kognitiver Beeinträchtigung mehr Selbständigkeit und Selbstbestimmung. Warum können Kinder mit Trisomie 21 und andere Kinder mit Neurodiversität schon im Kindergartenalter relativ leicht Wörter und Buchstaben lesen lernen? Welche neurophysiologischen, kognitiven und sprachlichen Besonderheiten zeigen diese Kinder, so dass sie Schrift schon früh erlernen können? Wie kann die frühe Begegnung mit Schrift in Kita, Frühförderung, Therapie und zu Hause gezielt gefördert werden? Am Beispiel neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Neurodiversität von Kindern mit Trisomie 21 wird erklärt, warum viele Kinder mit kognitiven Besonderheiten besonders Schrift gut erlernen können. Das Konzept des sogenannten „Frühen Lesens“ wird ausführlich vorgestellt und erklärt. Es wird in den Themenbereich Literacy eingeordnet und es wird gemeinsam mit den TeilnehmerInnen erarbeitet, wo konkret im Alltag Schriftsprache gefördert werden kann. Das hierarchisch aufgebaute Frühe-Lesen-Programm wird Stufe für Stufe anhand von Videobeispielen praxisnah erklärt. Die TeilnehmerInnen erlernen jede Stufe des Programms während der Fortbildung, indem sie diese selber ausprobieren und üben. Die Referentin wendet seit über 20 Jahren das Konzept des „Frühen Lesens“ mit gutem Erfolg bei Kindern ab dem 3. Lebensjahr an und beantwortet in der Fortbildung gerne konkrete Fragen zu ihren (Therapie-)Kindern.
In diesem Seminar wird praxisrelevantes Wissen zum derzeitigen Kenntnisstand der Dyskalkulieforschung vermittelt. Es gibt eine Einführung in die neuropsychologischen Grundlagen und Möglichkeiten der Dyskalkulietherapie. Um rechenschwachen Kindern nachhaltig helfen zu können, müssen wir das „System Rechenstörung" verstehen. Dieser Ausdruck beschreibt treffend verschiedene Teilaspekte wie mangelhafte Vorläuferfertigkeiten, kognitive Risikofaktoren, fehlerhafte mathematische Konzepte und schädliche Backup-Strategien sowie die Misserfolgsorientierung des Kindes, die zur Entstehung von Rechenschwierigkeiten beitragen. Eine effiziente Dyskalkulietherapie kann nur auf Basis gesicherter Befunde zu neuropsychologischen Verursachungsmomenten und evidenzbasierten Interventionsansätzen gelingen. Daher werden am ersten Tag die empirischen Grundlagen zum normalen und gestörten Rechenerwerb sowie zur Diagnostik erarbeitet. Der zweite Tag beinhaltet die differenzierte Betrachtung von Interventionsmöglichkeiten und sinnvollen didaktischen Vorgehensweisen. Die TeilnehmerInnen erhalten Gelegenheit, ein neuartiges Trainingsprogramm für arithmetisches Faktenwissen - NUMERI - kennenzulernen.
Gerade im therapeutischen Alltag leisten spielerische Lernformen einen wichtigen Beitrag zur Motivation und Abwechslung in der Lese- und Schreibförderung im Rahmen einer LRS-Therapie. Richtig eingesetzt steigern Spiele nicht nur die Freude am Lernen, sondern tragen auch wesentlich zum Erfolg der Therapie bei. Aus diesem Grund greift eine große Zahl an evidenzbasierten Förderprogrammen auf spielerische Übungsformen zurück.Im Seminar wird gezeigt, wie unterschiedliche Spielprinzipien – etwa Uno, Bingo, Supertrumpf u. v. a. – für verschiedene Bereiche des Schriftspracherwerbs der jeweiligen Entwicklungsstufe angepasst und adaptiert werden können. Darüber hinaus werden aber auch neue Spielideen, z. B. mit Tablet/PC und Spielplänen, für die therapeutische Praxis präsentiert.
Die Interventionsforschung aus dem Bereich der Lese-Rechtschreibstörung der letzten beiden Jahrzehnte konnte zeigen, dass Kinder mit LRS für den Aufbau eines orthographischen Lexikons auf explizites - im Gegensatz zu implizitem - Regelwissen angewiesen sind und dass sich mit regelgeleiteten Rechtschreibtrainings die besten Erfolge in der Therapie der LRS erzielen lassen. Dennoch hört man als LerntherapeutIn oder FörderlehrerIn nicht selten folgende oder ähnliche Klagen von Seiten der Eltern: „Eigentlich kann der Max die Regeln doch so gut, aber im Diktat oder im Aufsatz will er sie einfach nicht anwenden!“ Die Herausforderung, die sich hier an die LerntherapeutInnen stellt, bedarf zunächst der Beantwortung verschiedener Fragen: Sind Kinder mit einer LRS überhaupt in der Lage, orthographische Regeln zu verinnerlichen und im Alltag anzuwenden? Welche kognitiven und phonologischen Voraussetzungen müssen hierzu gegeben sein? Welche Strategien müssen erlernt und wie kann deren Automatisierung erfolgreich gefördert werden?Im Seminar erhalten Sie neben Informationen zur aktuellen wissenschaftlichen Befundlage zahlreiche praktische Tipps und Anleitungen für das konkrete Vorgehen in der Lerntherapie. Zunächst werden die neurowissenschaftlichen Grundlagen zum Thema „Aufbau eines orthographischen Lexikons“ sowie zu den hierfür notwendigen Strategien und metaphonologischen Fertigkeiten vermittelt, um ein tiefergehendes Verständnis für die verschiedenen „Knackpunkte" bei der Umsetzung von Regelwissen entwickeln zu können. In der Folge werden dann anhand von Fallbeispielen besondere Methoden für die LRS-Therapie vorgestellt und später in Rollenspielen und anhand konkreter Übungsmaterialien eingeübt. Geplante Themenschwerpunkte sind die Konsonantendopplung und der gesamte Bereich der Dehnung sowie die Groß- und Kleinschreibung.
Handschrift im digitalen Zeitalter? Aber klar! In dem Seminar wird unter Einbezug von aktuellen Forschungsergebnissen der Frage nach dem aktuellen Stellenwert der Graphomotorik nachgegangen (multimodales Lernen). Insbesondere der Vergleich von Handschrift und Tastatureingabe zeigt die Besonderheit und Bedeutung der Schreibmotorik für den gesamten Schreibprozess - inklusive der Rechtschreibung.Handschrift - wie eigentlich…?Die TeilnehmerInnen lernen die notwendigen Grundvoraussetzungen kennen, die Kinder zur erfolgreichen Ausführung handschriftlichen Schreibens benötigen. Praktische Übungen vermitteln ihnen dabei einen Eindruck von der Vielfältigkeit, die häufig verkannt wird. Der Schreibprozess wird genauer definiert und die Schreibmotorik mit ihren zugrundeliegenden Grundbewegungen, -mustern und dem Automatisierungsprozess vorgestellt.Handschrift - Schwierigkeiten erkennen…Praktische Beispiele geben einen Einblick in konkrete Auffälligkeiten der Schreibmotorik. Zudem werden verschiedene diagnostische Möglichkeiten, analog und digital, vorgestellt.Handschrift - fördern und unterstützen…Im Bereich der Förderung werden konkrete Anregungen zur Förderung der Grundvoraussetzungen schreibmotorischer Prozesse gegeben. Zudem erhalten die TeilnehmerInnen einen Überblick über verschiedene schreibmotorische Förderansätze und -materialien.
Bei impulsiven, zappeligen oder sehr verträumten Kindern wird häufig die Diagnose ADHS gestellt und als allumfassende Erklärung für das Verhalten der Kinder benutzt. Aber so vielfältig die Erscheinungsformen dieses Syndroms sein mögen, so vielfältig sind auch die zu berücksichtigenden Entstehungsursachen und Bedürfnisse, wenn wir sie als LogopädInnen, ErgotherapeutInnen oder LerntherapeutInnen im Rahmen der Behandlung komorbider Entwicklungsstörungen bestmöglich unterstützen möchten. Dieses Seminar möchte zunächst auf Basis aktueller psychologischer und neurowissenschaftlicher Befunde die verschiedenen Bedingungsfaktoren für die Entstehung der Störung sowie die diagnostische Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen näher beleuchten. Im Vordergrund stehen später Übungen und praktische Anleitungen zur Einbindung wissenschaftlicher Befunde in den logopädischen, ergotherapeutischen und lerntherapeutischen Alltag. Inhalte: - Symptomatik, Verursachung und Diagnostik im Überblick- Befunde des Aufmerksamkeitstrainings und des Trainings der exekutiven Funktionen- Bedingungsfaktoren für gute Selbstregulationsfähigkeiten
In diesem Seminar sollen insbesondere spezifische Themen aus dem lerntherapeutischen Alltag behandelt werden. Als eines der größten Probleme in der Lerntherapie werden häufig motivationale Schwierigkeiten auf Seiten des Kindes benannt, nicht selten aber auch ganz konkrete Schwierigkeiten mit dem „Heraushören“ von Vokalqualitäten beispielsweise oder beim Anwenden von Rechtschreibregeln. Die TeilnehmerInnen erhalten daher zunächst ein Update zum aktuellen Stand der Interventionsforschung bei Entwicklungsstörungen im Allgemeinen und Schriftsprachstörungen im Besonderen sowie zu Grundlagen der Motivationspsychologie. Anhand ausgewählter Problemstellungen werden dann konkrete Schritte zur Erarbeitung von Lösungen aufgezeigt und gemeinsam ausprobiert. Zur Abrundung des Lernprozesses sollen am Ende des Seminars in kleinen kollegialen Supervisionssettings ausgewählte Fallbeispiele bearbeitet werden, um so einen direkten Transfer in die lerntherapeutische Praxis zu ermöglichen.
Im Bereich der LRS-Förderung gibt es ein unüberschaubares Angebot an Fördermaterialien. Doch welche helfen wirklich, die Leistungen zu verbessern? Ziel dieses Seminars ist es, eine Vielzahl an praktischen Übungsformen aus unterschiedlichen Trainingskonzepten (von der Sicherung der Graphem-Phonem-Relationen bis hin zum orthographisch-morphematischen Schreiben) kennenzulernen, deren Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Einsatz des vorgestellten Materials in der Praxis. Zentrale Fragen, wie z.B. „Welche Übungsformen sind für welche Altersstufe oder für welches Leistungsniveau am besten geeignet?", werden im Seminar beantwortet, um eine zielgerichtete, individualisierte Therapie zu gewährleisten.Nach einer kurzen Einführung in das Thema, in der die methodischen Grundlagen erarbeitet und aktuelle Befunde diskutiert werden, werden evaluierte Trainingskonzepte und Übungsformen für die unterschiedlichsten Leistungsniveaus bis hin zum orthographisch richtigen Schreiben im Überblick vorgestellt. Einen immanenten Schwerpunkt stellt dabei auch das beliebte Üben am PC dar.