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Szenario-Test

Testung verbaler und nonverbaler Aspekte aphasischer Kommunikation

Produktinformationen "Szenario-Test"

Autorisierte Übersetzung (mit Modifikationen der deutschen Autorinnen zur Testauswertung) des niederländischen Scenario Test Verbale en non-verbale communicatie bij afasie, I. van der Meulen, M. van de Sandt-Koenderman, J. van Gelder Houthuizen, J. Wiegers und S. Wielaert ©2009 Bohn Stafleu van Loghum part of Springer Media BV, Houten, The Netherlands

Einsatzbereich

Menschen mit Aphasie kommunizieren oftmals nicht nur lautsprachlich, sondern kompensatorisch und durchaus effizient auch durch andere Modalitäten wie Gestik, Mimik, Schriftsprache und Zeichnen sowie unter Zuhilfenahme professioneller Kommunikationshilfen.

Der Szenario-Test ist ein standardisiertes und klinisch evaluiertes Diagnostikum zur Testung, Auswertung und Dokumentation aphasischer Kommunikation in ihrer ganzen Breite. Er ist ein direktes, dialogisch-interaktiv verfahrendes Instrument zur Erfassung multimodaler Kommunikation in alltagsnahen Situationen. Somit liegt ein Testverfahren vor, das aphasische Kommunikation schwer betroffener Patienten unter kommunikativ-pragmatischen Aspekten einordnen kann. Der Szenario-Test ist besonders gut bei Menschen mit Aphasie einsetzbar, die keine oder nur wenig Lautsprache zur Verfügung haben, sich aber gleichwohl aber kommunikativ verständigen können. Prinzipiell ist dieser Test bei allen Syndromen und Schweregraden einsetzbar.

Inhalt

Der Szenario-Test stellt eine deutsche Übertragung und Erweiterung des niederländischen Scenario Test (van der Meulen et al., 2008) dar und enthält zusätzlich zu diesem einen Auswertungsscore zur quantitativ-qualitativen Erfassung der Antwortmodalitäten (verbal, nonverbal). Der Szenario-Test testet in einer interaktiven Gesprächssituation nicht nur lautsprachliche, sondern parallel auch immer nicht-lautsprachliche Kommunikationsmöglichkeiten, also Schreiben, Gestik/Mimik und Zeichnen. Dazu wird mit einem Übungsszenario begonnen, in dem zwei Items enthalten sind bzw. erfragt werden. Anhand dieses Szenarios wird die Aufgabenstellung geklärt und eingeübt. Es folgen dann sechs Testszenarien mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad. Aus der Reaktion des Aphasikers oder der Aphasikerin und der Art und Häufigkeit der benötigten Hilfestellungen ergibt sich dann ein Punktwert, der letztlich in Addition zu einem Gesamtpunktwert führt. Dieser ergibt in Kombination mit der Beobachtung während der Kommunikation eine Bewertung hinsichtlich aller an der Kommunikation beteiligten Modalitäten und gibt direkte Hinweise für die weitere Gestaltung der Therapie.

Zuverlässigkeit

Eine deutsche Evaluationsstudie konnte eine hohe Reliabilität des deutschen Szenario-Tests belegen.

Testgültigkeit

Das Testverfahren ist gut evaluiert und klinisch relevant. Daten aus weiteren Studien sollen auch im Deutschen künftig zu einer ausreichend hohen Fallzahl für eine Testnormierung führen.

Normen

Der zugrundeliegende niederländische Scenario Test wurde normiert und validiert, der deutsche Szenario-Test ist standardisiert und klinisch evaluiert.

Bearbeitungsdauer

Der Szenario-Test zeichnet sich besonders durch seine einfache Handhabung, gute Auswertungsobjektivität und hohe Therapierelevanz aus. Nach kurzer Einarbeitung ist der Test schnell durchführbar: Durchführung und Auswertung erfordern etwa 60 Minuten.  Aus den Ergebnissen lassen sich unmittelbar konkrete, individuelle Therapieziele ableiten.

In Anwendung seit 2020.

Testmappe, Auswertungsbogen, Manual, Video-USB-Stick mit Anwendungsbeispielen, im stabilen Ordner

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ESKOPA-TM: Evidenzbasierte Therapieanleitung bei Aphasie

Das Therapiemanual „Evidenzbasierte sprachsystematische und kommunikativ-pragmatische Aphasietherapie (ESKOPA-TM)“ (Grewe et al., 2020) mit seiner engen Verzahnung von Diagnostik und Therapie erlaubt ein hochsystematisches und wirksames therapeutisches Vorgehen. Basierend auf dem „Sprachsystematischen Aphasiescreening (SAPS)“ (Bruehl et al., 2022) und seinem Pendant, dem „Kommunikativ-pragmatischen Screening (KOPS)“ (Glindemann et al., 2018), können individuelle therapeutische Schwerpunkte festgelegt sowie eine Überprüfung der Therapieeffekte nach Abschluss einer Therapiephase vorgenommen werden. In Analogie zum sprachsystematischen Screeningverfahren SAPS sind entsprechende Therapieinhalte systematisch nach Sprachdomänen (Phonologie, Lexikon, Syntax), Modalitäten (rezeptiv, expressiv) und Schwierigkeitsgraden (niedrig, mittel, hoch) gegliedert. In vergleichbarer Weise beziehen sich die partizipationsorientierten Inhalte der Therapie auf das KOPS mit seinen Aufgaben zu Wortverständnis im Kontext, Referieren auf Alltagsobjekte, basale kommunikative Handlungen, Vermitteln persönlicher und allgemeiner Informationen sowie komplexe kommunikative Handlungen in Einzelhandlungen und Rollenspielen.Dieses Seminar legt den Schwerpunkt auf die Anleitung von SAPS- und KOPS-basierter Therapie anhand von ESKOPA-TM. Zunächst wird die Erhebung des Leistungsprofils zur Identifikation möglicher Therapieschwerpunkte kurz erläutert (Seminare mit Schwerpunkt SAPS-Diagnostik, teilweise mit Darstellung diverser sprachsystematischer Therapieoptionen, werden getrennt angeboten). Basierend auf diesen grundlegenden Kenntnissen zur Therapieableitung werden Hintergrund, Prinzipien und Inhalte intensiver Therapie nach ESKOPA-TM, das kontinuierliche Monitoring der Leistung in den Therapiesitzungen sowie die Anpassung der Schwerpunkte je nach festgestellter Leistungsentwicklung im Therapieverlauf (Progression und Regression) übersichtlich und exemplarisch dargestellt. Auch werden die Möglichkeiten der individuellen Anpassung und der optimalen Erweiterung im ESKOPA-Therapieschema vorgestellt, um den TeilnehmerInnen zu einem flexiblen Umgang mit ESKOPA-TM im klinischen Alltag zu verhelfen.

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Das Sprachsystematische Aphasiescreening (SAPS) ist ein neuartiges Testverfahren, mit dem die psycholinguistischen Domänen Phonologie/Phonetik, Lexikon/Semantik und Morphologie/Syntax auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen sowohl in rezeptiver als auch in expressiver Modalität bei Personen mit Aphasie überprüft werden können. Die Aufgabenstellungen und modalitätsspezifischen sprachlichen Ebenen (Module) des Screenings sind modelltheoretisch begründet. Basierend auf dem individuellen SAPS-Leistungsmuster können konkrete Störungsschwerpunkte und erhaltene Ressourcen identifiziert, die Leistungsentwicklung für geübte und nicht geübte Materialien/Aufgaben erfasst und die Wirksamkeit der Behandlung psychometrisch gesichert festgestellt werden. Das SAPS wurde erfolgreich als Diagnostikinstrument in einer multizentrischen, randomisiert-kontrollierten Studie eingesetzt (FCET2EC) und anhand der Studiendaten umfangreich validiert und normiert; gemeinsam mit seinem kommunikativ-pragmatischen Pendant (KOPS) dient es als Ausgangspunkt des Therapiemanuals „Evidenzbasierte sprachsystematische und kommunikativ-pragmatische Aphasietherapie - ESKOPA-TM". Das Seminar führt in die Durchführung, Auswertung und Interpretation des SAPS sowie die Ableitung von Therapiezielen ein und gibt zudem einen kurzen Einblick in die entsprechende SAPS-basierte sprachsystematische Aphasietherapie.

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