Fatigue begreifen -
ein multidimensionales Erschöpfungssyndrom verstehen
Ein interdisziplinärer Workshop zu Ursachen, Differenzialdiagnosen und therapeutischen Zugängen, denn Fatigue ist keine einfache Müdigkeit – sondern ein tiefgreifendes, komplexes Erschöpfungssyndrom, das in verschiedensten Kontexten auftritt: bei chronischen Erkrankungen wie ME/CFS und Long COVID ebenso wie bei ADHS, hormonellen Dysbalancen oder psychischen Belastungsreaktionen.
In diesem Workshop beleuchten wir Fatigue aus mehreren Perspektiven: Welche physiologischen, neuropsychologischen, hormonellen und emotionalen Mechanismen sind beteiligt? Wie lässt sich Fatigue klar von Depression oder Burnout abgrenzen? Welche Rolle spielen Neurotransmitter, Schlafqualität, subjektive Belastungsfaktoren und Umweltbedingungen?
Neben theoretischem Input bietet der Workshop praxisnahe Impulse und Austausch zu therapeutischen Zugängen. Ziel ist es, Fatigue in ihrer Vielschichtigkeit besser zu erkennen, zu verstehen und im beruflichen Kontext sicherer zu begleiten.
Bitte beachten Sie: Anmeldungen können nur während unserer Bürozeiten MO-DO 08:00-16:00, FR 08:00-13:00 Uhr bearbeitet werden.
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230,00 €
freie Plätze vorhanden
| Seminar-Nr.: | 2650-ONU-I |
|---|---|
| Seminarort: | Online |
| Datum: | Mo. 07.12.2026 | 09:30 - 17:00 |
| Punkte: | 8 |
| Theorie: | 4 |
| Praxis: | 4 |
Über Michael Helbing
Michael Helbing ist Experte im Bereich Atempädagogik, Stimmtherapie, Sprecherziehung, Schlucktherapie, palliative Begleitung, Kommunikation und Stimmbildung. Neben dem Coaching von Berufssprechern unterrichtet Michael Helbing Gesang und Stimmbildung für Laien und Fortgeschrittene. Michael Helbing ist bundesweit und im europäischen Ausland als Trainer und Ausbilder in den Bereichen Atem- und Stimmtherapie, Stimmbildung, palliative Begleitung, neurologische Therapie und Sprecherziehung in renommierten Fachkliniken und Fortbildungsinstituten tätig. Als Berufssprecher und Sänger wirkt er bei Lesungen, Konzerten und Sprechproduktionen mit. Weiterhin ist er Tagungsleiter der Bad Nenndorfer Therapietage.
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In diesem Seminar erlernen Sie die Behandlung von Stimmlippenlähmungen. Oft stehen TherapeutInnen vor der Frage, welcher Ansatz bei Stimmlippenlähmungen die besten Ergebnisse erzielt. Wir diskutieren im Kurs Strategien und berücksichtigen dabei alle Fachbereiche: von klassischer Stimmtherapie, über den Einsatz von Hilfsmitteln bis zur operativen Behandlung. Lernen Sie, praktisch und effizient Ihre Stimmtherapie zu planen, durchzuführen und auf entwicklungspsychologische wie physiologische Prozesse einzugehen. Ein besonderer Schwerpunkt: die Evidenz der stimmtherapeutischen Maßnahmen wird reflektiert. Was sind eigentlich die Fakten?
Supragastrisches Belching und Aerophagie sind funktionelle Störungen, die sowohl für die Betroffenen als auch für die behandelnden Fachkräfte eine Herausforderung darstellen. Die Störungen führen häufig zu einem hohen Leidensdruck und werden in der Diagnostik und Therapie oft mit anderen Erkrankungen wie Reflux oder Dysphagien verwechselt. Eine gezielte logopädische Intervention kann helfen, die unbewussten Atem- und Bewegungsmuster zu regulieren und die Symptomatik nachhaltig zu verbessern.Was ist supragastrisches Belching?Supragastrisches Belching ist eine funktionelle Störung des oberen Verdauungstrakts, bei der Luft aktiv aus dem Rachen oder der Speiseröhre in den Magen gezogen und unmittelbar wieder ausgestoßen wird. Im Gegensatz zum gastrischen Belching, bei dem Luft aus dem Magen entweicht, entsteht das supragastrische Belching durch ein unbewusstes Atem- oder Bewegungsmuster. Die Betroffenen nehmen häufig ein unangenehmes Druckgefühl im Brustbereich wahr, das sie durch das bewusste oder unbewusste Einziehen von Luft in die Speiseröhre und das anschließende Aufstoßen zu lindern versuchen. Diese Mechanismen können sich mit der Zeit automatisieren und zu einer chronischen Störung führen.Warum ist die logopädische Therapie wichtig?Supragastrisches Belching ist in vielen Fällen eine erlernte Verhaltensstörung, die sich über einen längeren Zeitraum verfestigt hat. In der logopädischen Therapie wird daran gearbeitet, die zugrunde liegenden Atem- und Bewegungsmuster zu erkennen und gezielt zu verändern. Durch eine Kombination aus Atemtherapie, Stimmübungen und Verhaltenstraining kann eine Reduktion der Symptome erreicht werden. Das Störungsbild wird oft erst spät erkannt, da es nicht mit strukturellen Schäden oder klassischen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts einhergeht. Eine gezielte Diagnostik und Therapie ist daher essenziell, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und unnötige medizinische Behandlungen zu vermeiden. Dabei wird der Fokus auf praxisorientierte wissenschaftlich fundierte Behandlungsstrategien gelegt, die direkt in den therapeutischen Alltag integriert werden können.
In palliativen Situationen stehen nicht Heilung, sondern Linderung, Würde und Präsenz im Mittelpunkt. Dieses Seminar richtet sich an therapeutische Fachpersonen, die schwer erkrankte Menschen am Lebensende unterstützen – ohne invasive Techniken, aber mit viel Aufmerksamkeit für Atem, Nähe, Wahrnehmung und basale Bedürfnisse.Im Zentrum stehen praktische Impulse:Wie kann therapeutische Mundpflege zur Entlastung beitragen? Welche Rolle spielen Atemrhythmus und stimmliche Präsenz in der Begleitung? Wie können einfache Rituale, Klänge oder Aromen Halt geben – ohne zu überfordern? Welche Haltung braucht es, um Angehörige mitzunehmen – ohne sich selbst zu verlieren?Das Seminar bietet einen sensiblen Rahmen für Austausch, Reflexion und konkrete Ideen zur Integration palliativer Elemente in den therapeutischen Alltag – würdevoll, achtsam und wirksam.
Körpereinsatz, Klangraum, Koordination – NOVAFON praktisch erleben, anwenden und therapeutisch integrieren. Dieses Intensivseminar ist vollständig der praktischen Anwendung der NOVAFON-Methode gewidmet. Im Fokus steht die neurovibrative Stimulation in Kombination mit bewegungsbasierter Atem- und Stimmtherapie. Wir arbeiten mit dem NOVAFON-Gerät im Kontext funktioneller Atemkoordination, tonischer Regulation und stimmlicher Resonanz. Dabei steht nicht das reine Üben im Vordergrund, sondern das gezielte Erspüren von Veränderungen, das differenzierte Analysieren physiologischer Reaktionen und der präzise Einsatz im therapeutischen Setting.Inhalte:– funktionelle Prinzipien der NOVAFON-Methode in Atem- und Stimmtherapie– Anwendung in unterschiedlichen Positionen (sitzend, stehend, liegend)– Tonus- und Atemflussregulation über neurovibrative Impulse– Transfer in Artikulation, Phonation und Körpereinsatz– praktische Partnerarbeit zur Wahrnehmungsschulung und Technikverfeinerung– fallbasierte Anwendung und Kontraindikationen
Erforschen Sie die Feinheiten der Stimmdiagnostik. Diese Fortbildung bietet eine umfassende Schulung in der Diagnose von Stimmstörungen nach wissenschaftlichen Standards. Sie richtet sich speziell an stimmtherapeutische und stimmpädagogische Fachkräfte, die ihr Fachwissen erweitern und ihre diagnostischen Fertigkeiten vertiefen möchten.- Anamnesegespräche: Sie erlernen die strukturierte Erfassung von relevanten Informationen zur Stimmgesundheit und -geschichte der PatientInnen.- Einsatz von Self-Assessments: Sie erfahren, wie standardisierte Fragebögen und Selbstbeurteilungen zur systematischen Erfassung von Stimmproblemen eingesetzt werden.- apparative Diagnostik: Wir führen Sie in die verschiedenen Methoden der apparativen Stimmuntersuchung ein und erläutern Ihnen ihre Anwendungsmöglichkeiten.- Interpretation von Stimm- und Sichtbefunden: Sie lernen, wie Sie Befunde aus Stimm- und Sichtuntersuchungen fachgerecht interpretieren und bewerten.- Stimmfeldmessung: Wir vermitteln Ihnen praxisnah die Durchführung und Interpretation von Stimmfeldmessungen zur objektiven Beurteilung der stimmlichen Leistungsfähigkeit.- RBH-Wert: Sie erfahren, wie der RBH-Wert als wichtige Kennzahl in der Stimmtherapie zu verstehen und zu bewerten ist.- Konklusion der Diagnostik: Wir zeigen Ihnen, wie Sie die diagnostischen Ergebnisse zusammenfassen, bewerten und in einen therapeutischen Kontext einordnen.- kritische Prüfung der Therapieauswahl: Sie haben die Möglichkeit, verschiedene Therapieansätze kritisch zu diskutieren und anhand der diagnostischen Ergebnisse zu bewerten.Dieses Seminar bietet Ihnen Gelegenheit, Ihre diagnostischen Fähigkeiten im Bereich der Stimmtherapie zu professionalisieren und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand zu bringen.
Dieser Intensivkurs fokussiert auf die biomechanischen Wechselwirkungen zwischen Haltung, Atmung und Artikulation zur Optimierung der Stimmfunktion. Im Zentrum stehen die ökonomische Steuerung des Atemdrucks und die Nutzung der Resonanzräume, um die stimmliche Tragfähigkeit ohne muskuläre Überanstrengung zu erhöhen. In praktischen Einheiten wird erarbeitet, wie über großmotorische Bewegungsabläufe eine stabile phonatorische Basis geschaffen und der Muskeltonus reguliert wird. Die gezielte Abstimmung von Atemfluss und Stimmgebung ermöglicht den Aufbau einer belastbaren Stimme, die auch hohen Anforderungen standhält.
Nichts ist so essentiell wie die Luft, die wir dringend zum Leben benötigen. Luft, ohne die wir nicht eine Minute auskommen können. Wenn eine Atemwegserkrankung vorliegt, leiden die PatientInnen unter Atemnot, die Vitalkapazität sinkt, der Alltag ist immer schwerer zu bestreiten und Komplikationen auf mehreren Ebenen drohen.In diesem Kurs werden Sie sich intensiv mit den Atemwegserkrankungen und insbesondere mit der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), dem Lungenemphysem und der Lungenfibrose auseinandersetzen. Sie erhalten Wissen, um in Ihrem therapeutischen Alltag auf PatientInnen mit diesen Erkrankungen optimal einzugehen, sie zu untersuchen und im Hinblick auf die logopädische Arbeit zu behandeln.Sie werden Übungen und methodische Ansätze lernen, die Sie sicher in Ihren Therapiealltag einfügen können. Im Kurs erhalten Sie eine genaue und praxisorientierte Anleitung und werden Sicherheit im Umgang mit PatientInnen mit Atemwegserkrankungen erlangen.- Therapie von logopädischer Klientel mit Atemwegserkrankungen- die Behandlung der COPD, des Lungenemphysems und der Lungenfibrose mit Hilfe des positive expiratoric pressure (PEP) und der Semi-Occluded Vocal Tract Exercises (SOVTE)- manuelle Techniken und Bewegungsformen für Teilbereiche wie u.a. Sekretmobilisation, Thoraxmobilisation- Rhythmisierung der Atembewegung und einer costoabdominalen Atemform- Förderung einer ökonomisch-physiologischen Atem-, Stimm- und Bewegungsform- COPD in der Behandlung von Dysphagien, Dysphonien und Dysarthrien- Spannungsfeld COPD und Kognition- präventive Ansätze (Pneumonieprophylaxe, Lungensport & Singen im Alter)- Einsatz der Atemtherapie bei fachübergreifenden Inhalten: u.a. Psychosomatik, kognitive Störungen, neurologische Erkrankungen und Bewegungsstörungen- Berücksichtigung von Störungsbildern wie Mukoviszidose, Lungenhochdruck u.a.
Die Fortbildung vermittelt die neuroanatomischen Zusammenhänge zwischen kognitiven Einschränkungen und sprachlichen Leistungen bei Multipler Sklerose. Im Zentrum steht die systematische Diagnostik von Aufmerksamkeitsleistungen, Gedächtnisfunktionen und exekutiven Kontrollprozessen, um deren Einfluss auf die Kommunikation im Alltag präzise zu erfassen. Dabei werden zahlreiche Strategien zur kognitiven Sprachtherapie praktisch erarbeitet, die über rein linguistische Ansätze hinausgehen. Ein wesentlicher Teil des Kurses widmet sich dem Management der kognitiven Fatigue sowie der Vermittlung von Kompensationsstrategien zur Bewahrung der beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe. Die Teilnehmenden erproben konkrete Therapiematerialien und erhalten praxisnahe Impulse für die Behandlung dieser oft unsichtbaren Symptome der Multiplen Sklerose.
Der Transfer von erlernten Techniken in den Alltag stellt in der Stimm- und Sprechtherapie eine der größten Herausforderungen dar. Viele PatientInnen können Übungen im geschützten Therapierahmen gut umsetzen, doch sobald sie in realen Kommunikationssituationen stehen, fällt es ihnen schwer, das Gelernte anzuwenden. Wie kann dieser Übergang gezielt unterstützt werden? Welche Strategien helfen, eine nachhaltige Veränderung zu erreichen? Und wie nachhaltig ist die Therapie insgesamt?Dieses Seminar widmet sich praxisnahen Methoden und Konzepten, die den Transferprozess erleichtern und gleichzeitig die therapeutische Nachhaltigkeit stärken. Dabei stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt:- sinnvolle Strategien zur Spontansprache - wie sich neue Sprech- und Stimmtechniken in den Alltag integrieren lassen- Hausaufgaben mit Mehrwert - eine bunte Vielfalt an kreativen und funktionalen Übungen, die über bloßes Wiederholen hinausgehen und echte Fortschritte ermöglichen- Wahrnehmungsarbeit und Biofeedback - wie PatientInnen ihre eigene Stimme und Sprechweise gezielt wahrnehmen und steuern können- therapeutische Nachhaltigkeit - wie langfristige Therapieerfolge gesichert und gefestigt werden können- Strategien für den flexiblen Einsatz - Erlernen von Methoden, die sich individuell anpassen und in verschiedenen Kontexten einsetzen lassen- gezielte Kommunikation für strategische therapeutische Aufträge - wie sich Kommunikationsprozesse gezielt steuern und in den therapeutischen Auftrag integrieren lassenDas Online-Seminar bietet fundiertes Fachwissen, konkrete Praxisideen und einen direkten Austausch mit KollegInnen. Ziel ist es, effektive und individuell anpassbare Strategien kennenzulernen, um die Spontananwendung neuer Sprech- und Stimmtechniken nachhaltig zu fördern und den Therapieerfolg langfristig zu sichern.
Dieses Seminar bietet einen kompakten Überblick über die logopädische Begleitung bei Kehlkopferkrankungen. Wir klären die neuroanatomischen und physiologischen Folgen von Tumorerkrankungen sowie die Auswirkungen medizinischer Interventionen wie Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Im Fokus steht die systematische Analyse der Stimmfunktion nach Teilresektionen, um die veränderten Phonationsbedingungen und die damit verbundene Instabilität der Stimmgebung fachlich sicher einzuordnen. Ein wesentlicher Teil des Kurses widmet sich der praktischen Erarbeitung von Therapiestrategien für die Akut- und Rehaphasen. Wir entwickeln gemeinsam konkrete therapeutische Ansätze, um trotz der veränderten anatomischen Gegebenheiten eine bestmögliche Schwingungsfähigkeit des verbliebenen Gewebes zu erzielen. Dabei werden funktionelle Übungen zur Stimmkräftigung, kompensatorische Techniken zur Taschenfaltenphonation sowie manuelle und reflektorische Verfahren zur Entspannung der hyperfunktionellen Kompensationsmechanismen praxisnah beleuchtet. Ziel ist es, den Betroffenen zu einer belastbaren, alltagstauglichen Stimme zu verhelfen und ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.Inhalte:- Überblick über Kehlkopftumoren sowie die medizinischen Auswirkungen von Resektion, Radiatio und Chemotherapie- systematische Analyse der veränderten Phonationsbiomechanik und Gewebebeschaffenheit- strukturierter Leitfaden für den rechtzeitigen und sicheren Einsatz stimmtherapeutischer Interventionen- praktische Erarbeitung von Übungsansätzen zur Förderung der Gewebeflexibilität und Stimmdifferenzierung- logopädische Begleitung bei radiogener Xerostomie (Mundtrockenheit), Fibrosierungen, Schmerzen und Fatigue
Ein interdisziplinärer Workshop zu Ursachen, Differenzialdiagnosen und therapeutischen Zugängen, denn Fatigue ist keine einfache Müdigkeit – sondern ein tiefgreifendes, komplexes Erschöpfungssyndrom, das in verschiedensten Kontexten auftritt: bei chronischen Erkrankungen wie ME/CFS und Long COVID ebenso wie bei ADHS, hormonellen Dysbalancen oder psychischen Belastungsreaktionen.In diesem Workshop beleuchten wir Fatigue aus mehreren Perspektiven: Welche physiologischen, neuropsychologischen, hormonellen und emotionalen Mechanismen sind beteiligt? Wie lässt sich Fatigue klar von Depression oder Burnout abgrenzen? Welche Rolle spielen Neurotransmitter, Schlafqualität, subjektive Belastungsfaktoren und Umweltbedingungen?Neben theoretischem Input bietet der Workshop praxisnahe Impulse und Austausch zu therapeutischen Zugängen. Ziel ist es, Fatigue in ihrer Vielschichtigkeit besser zu erkennen, zu verstehen und im beruflichen Kontext sicherer zu begleiten.
Knirschen, Pressen, Schmerzen: Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) und Bruxismus stellen nicht nur den Kiefer unter Spannung, sondern wirken weit in Atmung, Schlucken, Stimme und Körperspannung hinein. In diesem zweitägigen Seminar entwickeln wir ein praxisnahes, bewegungsorientiertes Behandlungskonzept zur therapeutischen Begleitung von PatientInnen mit funktionellen Beschwerden im Kieferbereich.Im Mittelpunkt stehen manuelle Techniken, bewegungstherapeutische Interventionen und körperbezogene Strategien zur Schmerzregulation, muskulären Entlastung und Wiederherstellung physiologischer Bewegungsmuster.Sie lernen:– spezifische Mobilisationen im craniomandibulären System– achtsamkeitsbasierte Übungen zur Selbstwahrnehmung– passive und aktive Techniken zur Regulation von Spannungsmustern– funktionelle Arbeit an Kieferöffnung, Kieferführung und Zungenlage– Strategien zur Schmerzbegleitung bei Bruxismus und myofaszialem Schmerzsyndrom– Transferübungen für Atmung, Stimme, Artikulation und SchluckenDer Fokus liegt auf Körperarbeit statt Schienentherapie, auf Bewegung statt Vermeidung, auf individuellen Zugängen statt Standardprogrammen.
In dieser Fortbildung setzen wir uns mit verschiedenen Formen von Stimmerkrankungen auseinander, die auf organische Ursachen zurückzuführen sind. Lernen Sie eine wissenschaftlich fundierte und evidenzbasierte Herangehensweise kennen, diese organischen Stimmstörungen zu erkennen, zu verstehen und effektiv zu behandeln. Organische Stimmstörungen können eine Vielzahl von Ursachen haben, darunter angeborene Fehlbildungen des Kehlkopfs, Verletzungen wie Traumata, Kehlkopfentzündungen, Phonationsverdickungen, Wucherungen am Kehlkopf, Krebserkrankungen und ihre Therapiefolgen, operative Eingriffe und neurologische Störungen im Bereich der Halswirbelsäule. Es werden sowohl konservative als auch operative Behandlungsmöglichkeiten diskutiert, wobei ein besonderer Fokus auf evidenzbasierten Therapieansätzen liegt. Die logopädische Therapie organisch bedingter Stimmerkrankungen erfordert ein ganzheitliches und individuell angepasstes Vorgehen. In diesem Seminar lernen Sie, praktische Therapiepläne zu entwickeln, die sowohl die spezifischen Bedürfnisse Ihrer PatientInnen als auch die neuesten Erkenntnisse der Stimmtherapie berücksichtigen.
In dieser Fortbildung setzen wir uns mit verschiedenen Formen von Stimmerkrankungen auseinander, die auf organische Ursachen zurückzuführen sind. Lernen Sie eine wissenschaftlich fundierte und evidenzbasierte Herangehensweise kennen, diese organischen Stimmstörungen zu erkennen, zu verstehen und effektiv zu behandeln. Organische Stimmstörungen können eine Vielzahl von Ursachen haben, darunter angeborene Fehlbildungen des Kehlkopfs, Verletzungen wie Traumata, Kehlkopfentzündungen, Phonationsverdickungen, Wucherungen am Kehlkopf, Krebserkrankungen und ihre Therapiefolgen, operative Eingriffe und neurologische Störungen im Bereich der Halswirbelsäule. Es werden sowohl konservative als auch operative Behandlungsmöglichkeiten diskutiert, wobei ein besonderer Fokus auf evidenzbasierten Therapieansätzen liegt. Die logopädische Therapie organisch bedingter Stimmerkrankungen erfordert ein ganzheitliches und individuell angepasstes Vorgehen. In diesem Seminar lernen Sie, praktische Therapiepläne zu entwickeln, die sowohl die spezifischen Bedürfnisse Ihrer PatientInnen als auch die neuesten Erkenntnisse der Stimmtherapie berücksichtigen.
Die Fortbildung vermittelt die neurophysiologischen Grundlagen und die Symptomatologie des Polterns als spezifische Redeflussstörung. Im Zentrum steht die klinische Diagnostik zur sicheren Abgrenzung gegenüber dem Stottern sowie die Identifikation von Mischformen. Wir analysieren die Kernsymptome wie irreguläres Sprechtempo, Artikulationsinstabilität und Defizite in der sprachlichen Strukturierung, um daraus individuelle Therapieziele abzuleiten. Dabei werden zahlreiche Strategien zur Verbesserung der Eigenwahrnehmung und Sprechkontrolle direkt praktisch erarbeitet.
Hinter der obstruktiven Schlafapnoe verbirgt sich ein nächtlicher Kollaps der Atemwege durch Tonusverlust im Rachenraum. Der Vortrag beleuchtet, wie Zungenposition, Kieferfunktion und Atemmuster diesen Engpass mechanisch beeinflussen. An der Schnittstelle zu Kieferorthopädie und Pneumologie wird hinterfragt, was die Logopädie und Atemtherapie hier leisten können. Teilnehmende erhalten einen Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen gezielter Trainingsprotokolle für die Praxis.
Die Multiple Sklerose gilt als das „Chamäleon der Neurologie“. Fluktuierende Verläufe, rasch wechselnde Symptome und die oft massive Fatigue-Symptomatik stellen die logopädische Therapie vor besondere Herausforderungen. Diese Fortbildung vermittelt Ihnen zunächst die neuroanatomischen Grundlagen und die spezifische Pathophysiologie der MS als Basis für eine fundierte Diagnostik.Der klare Schwerpunkt dieses Kurses liegt jedoch auf dem gemeinsamen, praktischen Erproben konkreter Behandlungstechniken. Wir erarbeiten evidenzbasierte, direkt umsetzbare Impulse für Ihren Therapiealltag: Wie sieht eine effektive, schluckstimulierende Mundpflege bei schweren Verläufen aus? Wie gestalten wir eine alltagsnahe Kostanpassung, die Schlucksicherheit und Lebensqualität vereint? Über gezielte praktische Übungen schulen wir die klinische Urteilsbildung. Zudem betrachten wir funktionelle Übungsansätze sowie kompensatorische Strategien und den Einsatz von Hilfsmitteln zur Unterstützten Kommunikation, um die kommunikative Teilhabe der Betroffenen in jeder Phase der Erkrankung bestmöglich zu sichern.Inhalte: - Pathophysiologie und das Verstehen fluktuierender Verläufe als Fundament für therapeutische Entscheidungen- konkrete Techniken zur Schluckstimulation, praktisches Vorgehen bei der Mundhygiene und der Umgang mit Sekret- strukturierte Kriterien für die Modifikation von Nahrung und Flüssigkeiten, um Schlucksicherheit und Genuss zu erhalten- praktisches Erproben von respiratorischen und phonatorischen Übungen unter Berücksichtigung der Belastungsgrenzen- funktionelle Behandlung der MS-Dysarthrie und der gezielte, rechtzeitige Einsatz von Kommunikationshilfen (UK)- Der rote Faden zwischen Funktion und Kompensation – wann ist welches Tool in der Praxis wirklich effektiv?
Die induzierbare laryngeale Obstruktion (ILO) (oder engl. VCD - vocal cord dysfunction) konfrontiert PatientInnen mit massiver Atemnot und einem hohen Leidensdruck. Diese Fortbildung vermittelt die neurophysiologischen Hintergründe der laryngealen Überreaktion und zeigt auf, wie das Störungsbild sicher gegenüber Asthma Bronchiale oder spasmodischer Dysphonie abgegrenzt wird. Im Zentrum steht die Verbindung aus ganzheitlicher Atem- und Stimmtherapie mit prozessorientierten verhaltenstherapeutischen Elementen, um den Teufelskreis aus Angst und physischer Blockade zu durchbrechen. Wir erarbeiten praxisnah, wie Betroffene durch gezielte Techniken die Kontrolle über ihren Atemstrom und die Stimmlippenstellung zurückgewinnen. Neben Sofortmaßnahmen für den Akutfall (Rescue-Breathing) werden langfristige Übungskonzepte zur Desensibilisierung und Tonusregulation des Kehlkopfes vermittelt, um den PatientInnen wieder Sicherheit im Alltag und beim Sport zu geben.
Der Transfer von erlernten Techniken in den Alltag stellt in der Stimm- und Sprechtherapie eine der größten Herausforderungen dar. Viele PatientInnen können Übungen im geschützten Therapierahmen gut umsetzen, doch sobald sie in realen Kommunikationssituationen stehen, fällt es ihnen schwer, das Gelernte anzuwenden. Wie kann dieser Übergang gezielt unterstützt werden? Welche Strategien helfen, eine nachhaltige Veränderung zu erreichen? Und wie nachhaltig ist die Therapie insgesamt? Dieses Seminar widmet sich praxisnahen Methoden und Konzepten, die den Transferprozess erleichtern und gleichzeitig die therapeutische Nachhaltigkeit stärken. Dabei stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt:- sinnvolle Strategien zur Spontansprache - wie sich neue Sprech- und Stimmtechniken in den Alltag integrieren lassen- Hausaufgaben mit Mehrwert - eine bunte Vielfalt an kreativen und funktionalen Übungen, die über bloßes Wiederholen hinausgehen und echte Fortschritte ermöglichen- Wahrnehmungsarbeit und Biofeedback - wie PatientInnen ihre eigene Stimme und Sprechweise gezielt wahrnehmen und steuern können- therapeutische Nachhaltigkeit - wie langfristige Therapieerfolge gesichert und gefestigt werden können- Strategien für den flexiblen Einsatz - Erlernen von Methoden, die sich individuell anpassen und in verschiedenen Kontexten einsetzen lassen- gezielte Kommunikation für strategische therapeutische Aufträge - wie sich Kommunikationsprozesse gezielt steuern und in den therapeutischen Auftrag integrieren lassenDas Online-Seminar bietet fundiertes Fachwissen, konkrete Praxisideen und einen direkten Austausch mit KollegInnen. Ziel ist es, effektive und individuell anpassbare Strategien kennenzulernen, um die Spontananwendung neuer Sprech- und Stimmtechniken nachhaltig zu fördern und den Therapieerfolg langfristig zu sichern.
In diesem Seminar erlernen Sie die Behandlung von Stimmlippenlähmungen. Oft stehen TherapeutInnen vor der Frage, welcher Ansatz bei Stimmlippenlähmungen die besten Ergebnisse erzielt. Wir diskutieren im Kurs Strategien und berücksichtigen dabei alle Fachbereiche: von klassischer Stimmtherapie, über den Einsatz von Hilfsmitteln bis zur operativen Behandlung. Lernen Sie, praktisch und effizient Ihre Stimmtherapie zu planen, durchzuführen und auf entwicklungspsychologische wie physiologische Prozesse einzugehen. Ein besonderer Schwerpunkt: die Evidenz der stimmtherapeutischen Maßnahmen wird reflektiert. Was sind eigentlich die Fakten?
Dieser Workshop schlägt die Brücke von der Stimmbildung zur Dysphagierehabilitation und macht die physiologische Kopplung beider Funktionen praktisch nutzbar. Im Zentrum steht die Frage, wie klassische Stimmübungen modifiziert werden müssen, um eine messbare Verbesserung der Schluckbiomechanik zu erzielen. Teilnehmer erarbeiten einen Methodenkoffer, der gezielte Impulse zur Steigerung der laryngealen Elevation, der pharyngealen Kontraktion und des subglottischen Druckaufbaus liefert. Die praktischen Einheiten fokussieren den Transfer von klang- und spannungsorientierter Arbeit hin zur funktionalen Sicherheit. Dabei werden spezifische Techniken auf ihre Eignung zur Aspirationsprävention geprüft und kritisch hinterfragt, wo die Grenzen der Stimmtherapie im Akutfall liegen. Ziel ist die Vermittlung direkt anwendbarer Übungen, die über die reine Symptombehandlung hinausgehen und die Koordination im oberen Aerodigestivtrakt nachhaltig stabilisieren.
Dieser Workshop schlägt die Brücke von der Stimmbildung zur Dysphagierehabilitation und macht die physiologische Kopplung beider Funktionen praktisch nutzbar. Im Zentrum steht die Frage, wie klassische Stimmübungen modifiziert werden müssen, um eine messbare Verbesserung der Schluckbiomechanik zu erzielen. Teilnehmer erarbeiten einen Methodenkoffer, der gezielte Impulse zur Steigerung der laryngealen Elevation, der pharyngealen Kontraktion und des subglottischen Druckaufbaus liefert. Die praktischen Einheiten fokussieren den Transfer von klang- und spannungsorientierter Arbeit hin zur funktionalen Sicherheit. Dabei werden spezifische Techniken auf ihre Eignung zur Aspirationsprävention geprüft und kritisch hinterfragt, wo die Grenzen der Stimmtherapie im Akutfall liegen. Ziel ist die Vermittlung direkt anwendbarer Übungen, die über die reine Symptombehandlung hinausgehen und die Koordination im oberen Aerodigestivtrakt nachhaltig stabilisieren.
Nichts ist so essentiell wie die Luft, die wir dringend zum Leben benötigen. Luft, ohne die wir nicht eine Minute auskommen können. Wenn eine Atemwegserkrankung vorliegt, leiden die PatientInnen unter Atemnot, die Vitalkapazität sinkt, der Alltag ist immer schwerer zu bestreiten und Komplikationen auf mehreren Ebenen drohen.In diesem Kurs werden Sie sich intensiv mit den Atemwegserkrankungen und insbesondere mit der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), dem Lungenemphysem und der Lungenfibrose auseinandersetzen. Sie erhalten Wissen, um in Ihrem therapeutischen Alltag auf PatientInnen mit diesen Erkrankungen optimal einzugehen, sie zu untersuchen und im Hinblick auf die logopädische Arbeit zu behandeln.Sie werden Übungen und methodische Ansätze lernen, die Sie sicher in Ihren Therapiealltag einfügen können. Im Kurs erhalten Sie eine genaue und praxisorientierte Anleitung und werden Sicherheit im Umgang mit PatientInnen mit Atemwegserkrankungen erlangen.- Therapie von logopädischer Klientel mit Atemwegserkrankungen- die Behandlung der COPD, des Lungenemphysems und der Lungenfibrose mit Hilfe des positive expiratoric pressure (PEP) und der Semi-Occluded Vocal Tract Exercises (SOVTE)- manuelle Techniken und Bewegungsformen für Teilbereiche wie u.a. Sekretmobilisation, Thoraxmobilisation- Rhythmisierung der Atembewegung und einer costoabdominalen Atemform- Förderung einer ökonomisch-physiologischen Atem-, Stimm- und Bewegungsform- COPD in der Behandlung von Dysphagien, Dysphonien und Dysarthrien- Spannungsfeld COPD und Kognition- präventive Ansätze (Pneumonieprophylaxe, Lungensport und Singen im Alter)- Einsatz der Atemtherapie bei fachübergreifenden Inhalten: u. a. Psychosomatik, kognitive Störungen, neurologische Erkrankungen und Bewegungsstörungen- Berücksichtigung von Störungsbildern wie Mukoviszidose, Lungenhochdruck u. a.
Körpereinsatz, Klangraum, Koordination – NOVAFON praktisch erleben, anwenden und therapeutisch integrieren. Dieses Intensivseminar ist vollständig der praktischen Anwendung der NOVAFON-Methode gewidmet. Im Fokus steht die neurovibrative Stimulation in Kombination mit bewegungsbasierter Atem- und Stimmtherapie. Wir arbeiten mit dem NOVAFON-Gerät im Kontext funktioneller Atemkoordination, tonischer Regulation und stimmlicher Resonanz. Dabei steht nicht das reine Üben im Vordergrund, sondern das gezielte Erspüren von Veränderungen, das differenzierte Analysieren physiologischer Reaktionen und der präzise Einsatz im therapeutischen Setting.Inhalte:– funktionelle Prinzipien der NOVAFON-Methode in Atem- und Stimmtherapie– Anwendung in unterschiedlichen Positionen (sitzend, stehend, liegend)– Tonus- und Atemflussregulation über neurovibrative Impulse– Transfer in Artikulation, Phonation und Körpereinsatz– praktische Partnerarbeit zur Wahrnehmungsschulung und Technikverfeinerung– fallbasierte Anwendung und Kontraindikationen