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Zurzeit:

Der „Zyklisch Orientierte Phonologieansatz“ (ZOPA) fokussiert auf die periodische, systematische Bearbeitung funktional relevanter phonologischer Prozesse. Im Zentrum stehen die gezielte Auswahl stimulierbarer Prozesse, das zyklische Vorgehen und das hochfrequente Üben. Dadurch werden positive Sprecherfahrungen ermöglicht, Generalisierungseffekte effektiv genutzt und die Verständlichkeit nachhaltig gefördert. In diesem Impulsbeitrag skizziert Daniela Cullen die Zielauswahl und verdeutlicht die Sitzungsstruktur.

Das „Narrative Scoring Scheme“ (NSS), ein Instrument zur Diagnostik bei Störungen der Erzählfähigkeit, wurde anhand der Vorgaben von Beaton et al. (2000) vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Weiterführend wurde die Interrater-Reliabilität des Instruments in einer Studie mit 50 Kindern anhand zweier verschiedener Auswertungsmethoden (Transkript vs. Audioaufnahme) überprüft. Mit beiden Methoden konnte eine sehr gute Interrater-Reliabiiltät erreicht werden. Mit Transkulturelle Adaptation des „Narrative Scoring Scheme“ ins Deutsche legt Birte Meier eine einheitliche Übersetzung vor, welche zur Beurteilung der Erzählfähigkeit von deutschsprachigen Kindern sowohl in der Forschung als auch als informelles Verfahren in der sprachtherapeutischen Praxis angewendet werden kann. (Transcultural adaptation of the Narrative Scoring Scheme into German)

Die transkranielle Gleichstromstimulation ist eine Methode der nicht invasiven Hirnstimulation, welche mit logopädischer Dysphagietherapie kombiniert werden kann und die Schluckfunktion der Betroffenen einer insult-induzierten Dysphagie verbessern soll. Die Forschungsfrage dieser systematischen Übersichtsarbeit Transkranielle Gleichstromstimulation bei insult-induzierter Dysphagie von Marius Herbrand, Henrike Wenger und Stephanie Rupp betrachtet, wie effektiv die logopädische Therapie mit adjuvanter transkranieller Gleichstromstimulation im Vergleich zu adjuvanter „Sham Stimulation“ bei der Verbesserung der Schluckfunktion von Erwachsenen ist. Das Ziel der Arbeit ist die Identifikation, Darstellung und kritische Bewertung von randomisierten kontrollierten Studien. (Transcranial direct current stimulation in stroke-induced dysphagia – A systematic review)

In einer Therapiestudie mit StraTexT – Strategiebasierte Textverständnis-Therapie bei Aphasie (Ausgabe 4/25, S. 244-255) konnten signifikante Verbesserungen im Textverständnis und in der Ausübung von Leseaktivitäten nachgewiesen werden. Mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse der Abschlussinterviews untersuchten Sarah-Maria Thumbeck und Frank Domahs darüberhinausgehende, differenziertere Auswirkungen auf Funktionen, Aktivitäten und Partizipation; der Transfer von Lesestrategien in den Alltag sowie subjektive Erfahrungen: Textverständnis-Therapie und Lesestrategien in der Praxis ꟷ Anregungen von Menschen mit Aphasie zum Therapiekonzept StraTexT. Die Ergebnisse zeigen neben Verbesserungen im Textverständnis auch Auswirkungen auf weitere rezeptive und produktive sprachliche und kognitive Funktionen, Aktivitäten und Partizipation und geben Aufschlüsse über die Nutzung von Lesestrategien im Alltag und subjektive Erfahrungen mit StraTexT. (Text comprehension treatment and reading strategies in practice: Feedback from people with aphasia on their experience of the StraTexT)

In der Literatur werden die narrativen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom immer wieder adressiert, jedoch steht selten das diagnostische Vorgehen im Vordergrund. Eine Pilotuntersuchung zu narrativem Prompting bei intellektueller Beeinträchtigung von Sarah Schuchardt und Isabel Neitzel, lieferte eine grobe Orientierung über die Potenziale eines Dynamic Assessment-Ansatzes in der Erzähldiagnostik, in dem sie untersuchte, wie sich die diagnostische Unterstützung auf die Anzahl realisierter Erzählinhalte auswirkt und inwieweit sie sich unterscheiden. (Potential of a dynamic assessment approach in the assessment of narrative skills. A pilot study on narrative prompting in intellectual disability)

Partizipative Forschung im Bereich der Technologieentwicklung fördert die Nachhaltigkeit von Ergebnissen und ist häufig mit einem individuellen Nutzen für die Beteiligten verbunden. Die erfolgreiche Einbindung von Menschen mit Sprach-/Sprechstörungen kann eine Herausforderung darstellen. In Partizipation von Menschen mit Sprach-/Sprechstörung an der Technologieentwicklung beschreiben Mirjam Gauch, Katharina Giordano, Manja Wonschik und Juliane Leinweber die fördernden Faktoren partizipativer Forschung anhand eines Workshops im Forschungsprojekt „Hybride und interaktive Sprach- und Sprechtherapie nach Schlaganfall (HiSSS)“. Die qualitative Analyse lässt den Schluss zu, dass alle Teilnehmenden erfolgreich integriert werden konnten und die Kommunikation zwischen den forschenden LogopädInnen und Menschen mit Sprach-/Sprechstörungen erfolgreich verlief. (Participation of people with speech/language impairments in technology development)