Aktuelles
Sommercamp für stotternde Jugendliche und junge Erwachsene
Zehntägiges Intensivangebot des Instituts für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover (LHU)
Stotternde Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 30 Jahren können sich zum Sommercamp der Hochschulambulanz des Instituts für Sonderpädagogik der LUH anmelden. Das Camp findet vom 3. bis 12. Juli 2026 in der Nähe des Steinhuder Meers in Niedersachsen statt und wird von fachkundigen TherapeutInnen sowie Studierenden der LUH begleitet. Das zehntägige Intensivangebot verbindet therapeutische Arbeit, gruppendynamisches Lernen und wissenschaftliche Evaluation. Ziel ist es, die Kommunikationsfähigkeit und das Selbstvertrauen der Teilnehmenden nachhaltig zu stärken. Unter dem Motto „voneinander lernen – miteinander lernen“ entstehen neue Perspektiven für Berufs- und Privatleben und häufig neue Freundschaften. Die LUH veranstaltet das Sommercamp seit mehr als 20 Jahren. Es bietet einen geschützten Raum, in dem neue Ausdrucksformen erprobt werden können. Zum Konzept gehören theaterpädagogische Elemente, Peer-Beratung, Tandem-Arbeit zwischen Studierenden und Teilnehmenden, aber auch Ausflüge und sportliche Aktivitäten. Grundlage ist ein am Institut entwickelten mehrdimensionales Therapiesystem für Sprech- und Kommunikationsstörungen wie Stottern und Mutismus ab dem Jugendalter, das Körperarbeit, Atmung, Emotion, Stimme und Rollenspiel miteinander verbindet. Nachsorgecamp 2026: 21.10.26 bis 25.10.26 Weitere Informationen und Kontakt: http://www.stottertherapie-hannover.de
Stolperfallen der Gesprächsführung mit Kindern
20.5.2026 19:00- 20:00 Uhr, online
Im Praxisalltag zwischen Zeitdruck, diagnostischem Auftrag und anwesenden Eltern ist es oft nicht einfach, Kinder so einzubeziehen, dass ihr Entwicklungsstand verlässlich eingeschätzt werden kann. Vieles läuft routiniert und bleibt für das Kind bisweilen fremd – genau hier entstehen Stolperfallen. Die Stiftung Kindergesundheit veranstaltet eine kostenlose Online-Veranstaltungsreihe, die sich gezielt an medizinisches/therapeutisches Fachpersonal richtet. In den Veranstaltungen werden ausgewählte Themen aus dem Kindergesundheitsbericht 2025 mit dem Schwerpunkt „Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen“ aufgegriffen und von Expertinnen vorgestellt. Die Online-Veranstaltung lädt ein, typische Situationen aus der Praxis neu zu betrachten: Wo wird das Kind überfordert? Wann entstehen Missverständnisse? Wo gehen kindliche Perspektiven verloren? Und was bedeutet das alles für Mitarbeit und Entwicklungsbeurteilung? Der Fokus liegt bewusst nicht auf schnellen Lösungen, sondern auf Sensibilisierung, Reflexion und Perspektivwechsel. Als Impuls angelegt, versteht sich die Online-Veranstaltung als Einladung zu einer vertieften Auseinandersetzung mit partizipativer Gesprächsführung. Hier können Sie sich für die kostenlose Teilnahme an der Online-Veranstaltung anmelden: https://events.teams.microsoft.com/event/4db2543d-9274-4b16-8925-e38bf28b136b@2c...
Ab wann ist eine intensive Stottertherapie ratsam?
Online-Webinar der Kasseler Stottertherapie (KST) am Do. 21.05.2026, 18-19 Uhr
Bis zu 5 % der Kinder im Vorschulalter sind vom Stottern betroffen – bei etwa einem Prozent bleibt die Symptomatik dauerhaft bestehen. Die gängigsten Therapieansätze sind dabei ambulante Therapieformen sowie Intensivtherapien. Doch ab welcher Ausprägung der Stottersymptomatik eignet sich welche Behandlungsform? Es werden die Besonderheiten einer intensiven Stottertherapie vorgestellt und die Unterschiede zwischen ambulanter und intensiver Therapie erläutert. Abschließend ist Raum für einen gemeinsamen Austausch, in dem Fragen gestellt sowie neue Erkenntnisse diskutiert und reflektiert werden können. Die Veranstaltung findet über Microsoft Teams statt und ist kostenfrei. Anmeldeformular sowie weitere Informationen unter www.kasseler-stottertherapie.de/institut/online-akademie/
Wissenschaftspreis Neurodegeneration 2026
Die „Walter und Ilse Rose-Stiftung“ verleiht den mit 3.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis Neurodegeneration für kreative, evidenzbasierte Kommunikationsprojekte, die Krankheitsbilder wie Demenz, Parkinson oder Multiple Sklerose verständlich und öffentlichkeitswirksam vermitteln. Gesucht werden geistreiche Formate – von Podcasts bis Comics –, die über Ursachen, Therapien und den Alltag mit neurodegenerativen Erkrankungen aufklären sowie den gesellschaftlichen Dialog stärken. Die Rose-Stiftung nimmt Bewerbungen und Vorschläge Dritter bis zum 31. Juli 2026 entgegen. Details unter https://idw-online.de/de/news870427
"Medizin der Zukunft" – MS Wissenschaft zeigt Gesundheitsforschung
Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ startete am 8. Mai 2026 seine diesjährige Tour durch 36 Städte in Deutschland, Polen und Österreich. Die interaktive Ausstellung zeigt, wie Forschende mit ihren Ideen und ihrer Arbeit schon heute die Medizin von morgen gestalten. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen:
- Alle Stationen der Tour auf einen Blick: https://ms-wissenschaft.de/de/besuch/tour/
- Informationen zur Ausstellung: https://ms-wissenschaft.de/de/
- Informationen zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft: https://www.wissenschaftsjahr.de/2026/
Böse Bücher? Politiken des Zeigbaren im Kinder- und Jugendbuch
Podiumsdiskussion mit Johanna Hähner, Corinna Norrick-Rühl, Mareike Stoll und Anja Schürmann am 20.05.2026 um 18:30 Uhr. Kostenlose Teilnahme in Präsenz und via Zoom. Böse Bücher? Politiken des Zeigbaren im Kinder- und Jugendbuch
Stolperfallen der medizinischen Gesprächsführung mit Kindern bei Früherkennungsuntersuchungen
Die Stiftung Kindergesundheit veranstaltet eine Online-Veranstaltungsreihe, die sich gezielt an medizinisches Fachpersonal richtet. In den Veranstaltungen werden ausgewählte Themen aus dem Kindergesundheitsbericht 2025 mit dem Schwerpunkt „Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen“ aufgegriffen und von ExpertInnen vorgestellt.
Beziehung wirkt: Beziehungskompetenz in Logopädie und Therapie-Berufen lehren, lernen und anwenden
2. Tagung zum Thema Beziehungsgestaltung in der Logopädie (und weiteren Therapieberufen) an der Hochschule Osnabrück
- • Wann: Freitag, 11.09.2026 (18.30-20.30 Uhr: Einstimmung auf das Thema) & Samstag, 12.09.2026 (9.30-17.00 Uhr)
- • Was: Podium, Vorträge, Kleingruppen, Workshops für Lernende, Lehrende und Therapeut*innen
- • Zielgruppe: Lernende, Lehrende sowie TherapeutInnen aus Logopädie/Sprachtherapie, Ergo- und Physiotherapie
- • Fortbildungspunkte: sechs
Weitere Informationen zum Tagungsprogramm & zur Anmeldung: https://www.hs-osnabrueck.de/homepages/homepages-wiso/fachtagung-beziehung-wirkt/
Teilnehmende für Experteninterviews gesucht: Therapie non- und minimalverbaler Kinder und Jugendlicher im Autismus-Spektrum
Im Rahmen meiner Bachelorarbeit im Studiengang Therapiewissenschaften – Logopädie (B. Sc.) an der SRH Fernhochschule untersuche ich Kompetenzanforderungen an Logopäden und Sprachtherapeuten in der Therapie non-und minimalverbaler Kinder und Jugendlicher im Autismus-Spektrum. Gesucht werden Logopäden oder Sprachtherapeuten mit mehrjähriger und regelmäßiger therapeutischer Erfahrung in der Arbeit mit non- oder minimalverbalen Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum, die bereit sind, ihre beruflichen Erfahrungen in einem leitfadengestützten Experteninterview zu teilen. Rahmen des Interviews:
- • Dauer: ca. 45–60 Minuten
- • Format: online oder in Präsenz
- • Teilnahme freiwillig, pseudonymisierte Auswertung
Die Studie soll dazu beitragen, praxisrelevante Kompetenzanforderungen in diesem Arbeitsfeld sichtbar zu machen und Impulse für Ausbildung und Studium der Logopädie abzuleiten. Bei Interesse an einer Teilnahme freue ich mich über eine kurze Nachricht: Evelyn Lerch Studentin Therapiewissenschaften – Logopädie (B. Sc.) SRH Fernhochschule E-Mail: Evelyn.Lerch@stud.mobile-university.de
Teilnehmende für Studie gesucht
Das Kooperationsprojekt AI-SIC des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) und der Universität Leipzig möchte besser verstehen, wie Eltern und Kinder die kindliche Gesundheit bewerten und wo Unterschiede bestehen. Dafür sucht das Projekt Familien mit Kindern zwischen 8 und 16 Jahren, die an kurzen Videointerviews teilnehmen wollen. Die Teilnahme erfolgt freiwillig und bequem von zu Hause per Videointerview, das insgesamt etwa 30 Minuten dauert (20 Minuten mit einem Elternteil, 10 Minuten mit dem Kind).
Alle Angaben werden vertraulich und anonymisiert behandelt. Als Dankeschön erhält jede Familie einen Wunschgutschein im Wert von 10 Euro.
Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.lifbi.de/de-de/Datenerhebung-AI-SIC/Anmeldung-zur-Studie
KEKS NEST – Netzwerk für Ess- und Schluckstörungen
Die Ösophagusatresie, eine seltene angeborene Fehlbildung der Speiseröhre, hat Auswirkungen auf das ganze Leben der Betroffenen. Viele haben im Laufe ihrer Entwicklung Probleme im Bereich des Schluckens, Essens und Trinkens. Vor allem der Start gestaltet sich bei vielen Kindern komplex. Während die medizinische Behandlung und Begleitung der betroffenen Kinder in Krankenhäusern stattfindet, liegt die ambulante therapeutische Weiterbegleitung des Schluckens, Essens und Trinkens in der Hand der niedergelassenen Praxen. Um diese Behandlungen noch besser zu machen, ist 2023 das Netzwerk für Ess- und Schlucktherapie (KEKS NEST) ins Leben gerufen worden. Fachlich geleitet wird das Projekt von Sandra Bergmann, Logopädin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dr. von Haunerschen Kinderspital in München, die auch Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von KEKS NEST ist und international bei der Entstehung von CANEAT beratend beteiligt war. Das Netzwerk trifft sich einmal im Quartal online, bei Bedarf gibt es auch die Möglichkeit, in Klein(st)gruppen in kürzerem Intervall fallspezifisch zu arbeiten. Es geht um den Erfahrungs- und Meinungsaustausch zwischen stationär und ambulant arbeitenden TherapeutInnen. Das Ziel von KEKS NEST ist, sie mit den Besonderheiten der Ösophagusatresie zunehmend vertraut zu machen und so die heimatnahe Behandlung weiter zu stärken und auszubauen. Bisher konnten bei zwölf Netzwerktreffen über 170 Teilnehmende begrüßt werden.
Die nächsten Online-Treffen des Netzwerks finden am 20. Juli und 19. Oktober 2026 jeweils um 17:00 Uhr statt. Interessierte können sich formlos via E-Mail anmelden: nest@keks.org
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.keks.org/wp-content/uploads/2024/02/KEKS-NEST-Einlage-Gesundheitsordner-1025.pdf
Umfrage zu digitalen Technologien
Von Praxissoftware über Therapie-Apps bis hin zu Künstlicher Intelligenz – halten zunehmend Einzug in den therapeutischen Alltag. Gleichzeitig begegnen viele TherapeutInnen der Digitalisierung mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen, Fragen oder auch Unsicherheiten. Wie wird Digitalisierung aktuell in der Logopädie und Sprachtherapie genutzt, welche Hürden oder Bedenken bestehen und welche Unterstützung wäre im Alltag wirklich hilfreich? Einfach QR-Code scannen und Umfrage ausfüllen - es dauert nur 7 min. Kontakt: netzwerk@digitale-sprachtherapie.de
StudienteilnehmerInnen gesucht
Im Rahmen des Projekts „Computers in Early Literacy“ führen Prof. Dr. Stefanie Jung und Rebekka Echternkamp von der Hochschule Trier sowie Marietheres Pscheidt von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen) eine wissenschaftliche Online-Studie durch. Ziel ist es, frühe Literacy-Kompetenzen von Kindern mit einer Sprachentwicklungsstörung (SES) besser zu verstehen – insbesondere im Vergleich zwischen dem Schreiben mit Stift und Tastatur. Dafür ist das Forschungsteam auf der Suche nach Kindern im letzten Kindergartenjahr (etwa fünf bis sechs Jahre alt) mit einer diagnostizierten SES, die an der Studie teilnehmen. Wichtig ist, dass ihre Erstsprache Deutsch ist und sie nicht mehrsprachig aufwachsen. Zudem sollten keine Begleiterkrankungen vorliegen wie bspw.: Entwicklungsverzögerungen, Mutismus, Autismus, körperliche Beeinträchtigungen etc. Die Teilnahme an der Studie erfolgt online und ist somit räumlich und zeitlich flexibel durchführbar. Die Studie wird von LogopädInnen begleitet und ist für Kinder und Eltern vollkommen risikofrei, freiwillig und jederzeit widerrufbar. Die Datenerhebung erfolgt vertraulich und pseudonymisiert. Als Aufwandsentschädigung erhalten Teilnehmende einen Gutschein im Wert von 25 Euro. Bei Interesse oder Rückfragen zur Studie wenden Sie sich bitte an: studie-kibuza@inf.hochschule-trier.de
UK-Jahrestreffen
Vom 22. bis 24. Mai 2026 feiert in Duisburg das Jahrestreffen unterstützt kommunizierender Menschen des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderter Menschen e. V. (bvkm) Jubiläum! Seit 30 Jahren steht das Treffen für Begegnung, Austausch und gemeinsame Erlebnisse. Nur noch bis 2. April können sich unterstützt kommunizierende Menschen zu diesem besonderen Treffen über https://uk.bvkm.de/ anmelden. Für das Treffen werden außerdem noch Kommunikations-AssistentInnen gesucht.
Motivationspreis 2026
Alle zwei Jahre schreibt die „Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe“ ihren Motivationspreis für Menschen, die im Kampf gegen den Schlaganfall Besonderes geleistet haben, aus: Schlaganfall-Betroffene, Ehrenamtliche, Angehörige, ÄrztInnen, Pflegende, TherapeutInnen, Fachleute aus der Hilfsmittelversorgung … Ab sofort läuft die Bewerbungs- und Nominierungsfrist, sie endet am 30. Juni. Mehr Informationen zum Motivationspreis 2026.
Umfrage für Jugendliche
Die Meinung von jungen Menschen ist dem Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) wichtig! Sie wollen ihre Jugendarbeit besser machen und möchten wissen, was jungen Menschen wichtig ist, welche Themen sie beschäftigen und was sie sich wünschen. Daher rufen sie alle jungen Menschen im bvkm auf, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen. Dies dauert nur ein paar Minuten. Laden Sie junge Menschen in Ihren Bezügen zur Umfrage ein! https://survey.lamapoll.de/bvkm_Jugend-Umfrage
Forschungsprojekt „Die Kommunikations-, Sprech- und Sprachentwicklung bei Kindern: Die ersten zwei Lebensjahre (KoSS NME 0-2)“
Das Forschungsprojekt „Die Kommunikations-, Sprech- und Sprachentwicklung bei Kindern: Die ersten zwei Lebensjahre (KoSS NME 0-2)“ am Institut für Gesundheitswissenschaften der Universität zu Lübeck untersucht mithilfe von Online-Elternfragebögen die frühe Sprachentwicklung von Kindern zwischen 0 und 2 Jahren. Ziel ist es, ein einheitliches Erfassungsverfahren für Deutschland zu entwickeln, um Familien besser beraten zu können. Die Teilnahme an der Studie ist für alle Familien mit Kindern im genannten Alter möglich und dauert ca. 15 Minuten. Zur Unterstützung des Projekts stehen Poster z.B. für Ihre Praxisräume und ein digitaler Flyer zur Verfügung; die Initiatorinnen freuen sich über Verbreitung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier können Eltern direkt teilnehmen: altersspezifische Online-Elternfragebögen
Vertragsverhandlungen
Am 5. Dezember 2025 haben sich die vier Verbände für Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen (dba), Logopädie (dbl), Akademische Sprachtherapie/Logopädie (dbs) und LOGO Deutschland (LD) im Rahmen umfangreicher Vertragsverhandlungen mit dem Spitzenverband „Bund der Krankenkassen“ (GKV) zahlreiche Anpassungen am Vertrag nach SGB V §125 erarbeitet. Eine zentrale Neuerung ist die rückwirkende Gleichstellung von Online-Fortbildungen mit Präsenz-Fortbildungen ab 2022, sodass Online-Fortbildungen nun voll und gleichwertig für Fortbildungspunkte anerkannt werden. Auch wurde sich auf neue Vergütungssätze geeinigt: Ab dem 1. Juli 2026 gelten neue Preise und eine festgeschriebene, vergütete 15-minütige Vor-, Nachbereitungs- und Dokumentationszeit. Die häufigste Abrechnungsposition „45 Minuten Behandlung“ steigt um 6,12% auf 76,06 Euro. Die Finalisierung der Änderungen wurde auf Januar verschoben und steht vor dem Unterschriftenverfahren, wobei LD noch die Zustimmung seiner Mitglieder einholen möchte.
Versorgungssituation von Menschen mit außerklinischer Intensivpflege (AKI)
Der Ergebnisbericht des Projekts „ATME“ analysiert die Versorgungsstrukturen, Krankheitsverläufe und Bedarfe von beatmeten und/oder tracheotomierten Menschen. Es wird u. a. festgestellt, dass die große Mehrheit der PatientInnen in der eigenen Häuslichkeit versorgt wird und die Betroffenen sich am häufigsten wünschen, eine bestmögliche Lebensqualität zu erreichen sowie den „Ist-Zustand“ zu erhalten. Die Ergebnisse sind bedeutsam, weil der Leistungsanspruch auf AKI im Jahr 2020 neu geregelt wurde.
Neuer Videopodcast "Sprechpause – Der Talk mit Stottern"
Etwa ein Prozent der Bevölkerung stottert, allein in Deutschland mehr als 830.000 Menschen. Nach heutigem Kenntnisstand sieht man die Hauptursache von Stottern in einer vererbten Veranlagung dazu, die nicht zwangsläufig, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Auftreten von Stottern führt. Die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e. V. (BVSS) ist in Deutschland die zentrale Anlaufstelle zu diesem Thema. Die BVSS informiert, berät und bringt Menschen miteinander in Kontakt, z. B. in den rund 100 Selbsthilfegruppen stotternder Menschen.
Zum Welttag des Stotterns am 22. Oktober 2025 startete die BVSS den Videopodcast „Sprechpause – Der Talk mit Stottern“. Das deutschlandweit einzigartige Projekt bringt ausschließlich stotternde Menschen miteinander ins Gespräch. In der ersten Folge „Heilung gesucht – sich selbst gefunden“ mit dem Musiker MKSM geht es unter anderem um den langen Weg zur Selbstliebe. Der Wahlberliner ist Sänger, Musiker und queerer Aktivist und erzählt im Gespräch mit Eva ungefiltert seine Geschichte mit Stottern.
Die erste Staffel der YouTube-Serie umfasst sechs Talks mit ganz unterschiedlichen Menschen und einer Gemeinsamkeit: Alle stottern seit der Kindheit. „In den Gesprächen geht es eigentlich um alles, was uns im Leben mit Stottern bewegt oder bewegt hat: um Kindheit, Schule oder Job, Therapien, Selbstzweifel – aber auch um Empowerment und die Stärke der Selbsthilfe“, erläutert Eva Steißlinger. Die 29-jährige Freiburgerin engagiert sich ehrenamtlich im Vorstand der BVSS und ist die Gastgeberin von „Sprechpause“.
Der Videopodcast mit und von Stotternden ist für die Selbsthilfeorganisation ein konsequenter Schritt, um offensiv Vorurteile über die Redeflussstörung abzubauen und stotternde Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu stärken.
„Stotternde sollen sich gesehen und gehört fühlen und wissen Ich bin nicht allein – und ich darf genauso sprechen, wie ich eben spreche“, wünscht sich Steißliger als Ergebnis für den Videopodcast.
Pflicht zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur
Die CDU/CSU- und SPD-Bundestagsfraktionen haben am 07.10.2025 einen Änderungsantrag eingebracht, der vorsieht, dass die verpflichtende TI-Anbindung für HeilmittelerbringerInnen nach § 360 Absatz 8 SGB V vom 01.01.2026 auf den 01.10.2027 verschoben wird. Als Begründung dafür wird die absehbare Verspätung der elektronischen Heilmittelverordnung angeführt.