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Aktuelles 

Weltschlaganfallstag am 29.10.2026

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Je schneller die Durchblutung des Gehirns wiederhergestellt wird, desto größer ist die Chance, bleibende Schäden zu verhindern. Dank moderner Therapieverfahren können heute viele Menschen erfolgreich behandelt werden.
Das Motto des diesjährigen Weltschlaganfalltags „EVERY M1NUTE COUNTS“ bringt diese Botschaft auf den Punkt. Doch was geschieht, wenn sich ein verschlossenes Hirngefäß auch mittels Thrombektomie nicht ausreichend öffnen lässt? Eine aktuelle Studie [1] zeigt, dass es auch in solchen Situationen eine weitere Behandlungsmöglichkeit geben kann: . Eine wichtige Standardtherapie ist die intravenöse Thrombolyse, bei der das Blutgerinnsel mithilfe eines Medikaments aufgelöst werden soll. Bei einem Teil der Betroffenen, bei etwa 9 % [2], insbesondere bei Verschlüssen großer Hirnarterien, ist zusätzlich oder alternativ eine mechanische Thrombektomie notwendig. Dabei wird das Blutgerinnsel mithilfe eines Katheters aus dem Gefäß entfernt, um die Durchblutung wiederherzustellen. Allerdings gelingt dies nicht in jedem Fall. Bei bis zu 20 % der thrombektomierten PatientInnen wird keine ausreichende Wiedereröffnung des Gefäßes erreicht. Eine mögliche Option ist dann das sog. „intrakranielle Rescue-Stenting“. Dabei wird ein kleines Gefäßstützgerüst, ein Stent, in die betroffene Hirnarterie eingesetzt. Es soll das Gefäß offenhalten und so die Blutversorgung des Gehirns verbessern. Ob dieses Verfahren nach einer erfolglosen Thrombektomie tatsächlich Vorteile bietet und wie sicher es ist, ist bislang nicht ausreichend geklärt. Eine vom UKE initiierte, aktuelle Analyse [1] wertete deshalb Daten aus dem Deutschen Schlaganfallregister, an dem 25 deutsche Schlaganfallzentren beteiligt sind, aus den Jahren 2015 bis 2023 aus. Von insgesamt 14.714 geeigneten Patientinnen und Patienten erhielten 352 ein intrakranielles Stenting. Für den Vergleich bildeten die Forschenden mithilfe eines statistischen Verfahrens zwei möglichst ähnliche Patientengruppen mit jeweils 218 Personen. In der einen Gruppe war ein Rescue-Stenting durchgeführt worden, in der anderen war nach einer nicht ausreichend erfolgreichen Thrombektomie keine weitere endovaskuläre Behandlung erfolgt. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede: 39 % der Patientinnen und Patienten mit Rescue-Stenting waren nach 90 Tagen funktionell unabhängig, konnten also ihren Alltag ohne wesentliche fremde Hilfe bewältigen. In der Vergleichsgruppe waren es 22 %. Auch die Sterblichkeit innerhalb von 90 Tagen war in der Stent-Gruppe niedriger: Sie betrug 26 % gegenüber 37 %. Das Risiko symptomatischer Hirnblutungen unterschied sich dagegen nicht signifikant zwischen den Gruppen (4 gegenüber 5 %). Bei 87 % der mit einem Stent behandelten Personen konnte eine ausreichende Durchblutung wiederhergestellt werden. Allerdings handelt es sich bei der Untersuchung um eine Beobachtungsstudie. Deshalb lässt sich daraus noch nicht zweifelsfrei ableiten, dass die besseren Behandlungsergebnisse ausschließlich auf das Rescue-Stenting zurückzuführen sind oder womöglich andere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Die Forschenden betonen, dass weitere randomisierte Studien notwendig seien, um diese Frage zu klären. Fortschritt durch erweiterte Therapieoptionen – aber nach wie vor zählt bei einem Schlaganfall jede Minute „Das Entscheidende ist, dass wir uns wissenschaftlich mit den Situationen beschäftigen, in denen unsere bisherigen Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichen“, sagt Thomalla. „Wenn wir durch zusätzliche Verfahren die Durchblutung wiederherstellen können, besteht die Chance, Hirngewebe zu retten und schwere Behinderungen zu verhindern. Genau deshalb ist es wichtig, bestehende Therapiekonzepte kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Schlaganfallbehandlung bleibe jedoch, dass die Betroffenen so schnell wie möglich medizinisch versorgt werden, betont Thomalla.
Das Motto des diesjährigen Weltschlaganfalltag am 29. Oktober „EVERY M1NUTE COUNTS“ bringt diese Botschaft auf den Punkt. „Je früher wir behandeln können, desto mehr Möglichkeiten haben wir, das Gehirn vor dauerhaften Schäden zu schützen. [1] Konrad M, Meyer L, Broocks G, Bechstein M, Thaler C, Heitkamp C, Winkelmeier L, Geest V, Schlicht F, Heitkamp A, Peter G, Meucci L, Tokareva B, Faizy T, Brekenfeld C, Schell M, Thomalla G, Fiehler J, Gellißen S, Kniep H, Flottmann F; German Stroke Registry -Endovascular Treatment (GSR-ET). Intracranial rescue stenting in the German stroke registry: a propensity score-matched multicenter study. J Neurol. 2026 Oct 9;273(11):653. doi: 10.1007/s00415-026-14180-7. PMID: 42853400; PMCID: PMC13652770. [2] Hirsch S, Kostev K, Tanislav C, Hammed A. Acute Ischemic Stroke Treatment in Germany (2015-2023): Nationwide Trends in Thrombolysis and Thrombectomy by Age and Sex. Brain Sci. 2025 Aug 2;15(8):832. doi: 10.3390/brainsci15080832. PMID: 40867164; PMCID: PMC12384785. Pressekontakt Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie Pressesprecher: Prof. Dr. Peter Berlit Leiterin der DGN-Pressestelle: Dr. Bettina Albers Tel.: +49(0)174 2165629 E-Mail: presse@dgn.org Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) ist mit ihren über 13.500 Mitgliedern die Stimme der Neurologie in medizinischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Verantwortung und steht für beste neurologische Versorgung und Hirngesundheit in Deutschland. Sie fördert als offene, praxisnahe, digital vernetzte, interprofessionell und interdisziplinär arbeitende Fachgesellschaft neurologischen Fortschritt, bildet kulturelle Vielfalt ab und ist sowohl wissenschaftlich als auch gesundheitspolitisch wirksam. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.
www.dgn.org Präsidentin: Prof. Dr. Daniela Berg Stellvertretender Präsident: Prof. Dr. Dr. Sven Meuth Past-Präsident: Prof. Dr. Lars Timmermann Generalsekretär: Prof. Dr. Peter Berlit Geschäftsführer: David Friedrich-Schmidt Geschäftsstelle: Budapester Str. 7/9, 10787 Berlin, Tel.: +49 (0)30 531437930, E-Mail: info@dgn.org ________________________________________ Originalpublikation: doi: 10.3390/brainsci15080832

22.10.2026: Welttag des Stotterns - „Du bist nicht allein!"

Selbsthilfeverband rückt stotternde Jugendliche in den Mittelpunkt

Wer stottert, fühlt sich gerade in der Schulzeit oder im Freundeskreis manchmal allein mit seinen Erfahrungen. Zum Welttag des Stotterns am 22. Oktober stellt die „Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e. V.“ (BVSS) deshalb stotternde Jugendliche in den Mittelpunkt. Mit einer Social-Media-Kampagne unter dem Motto „Du bist nicht allein!“ möchte die Selbsthilfeorganisation jungen Menschen zeigen, dass es andere gibt, die sie verstehen und mit denen sie sich austauschen können. Zum Welttag des Stotterns veröffentlicht die BVSS ein Reel auf ihrem Instagram-Kanal https://www.instagram.com/stottern.bvss/
Ergänzende Stories stellen Angebote vor, die stotternden Jugendlichen Begegnung und Austausch ermöglichen: darunter Workshops, ehrenamtliche Schulbesuche, Peerberatung und eine bundesweite Online-Selbsthilfegruppe für 10- bis 17-Jährige. Auch vor Ort engagieren sich Mitglieder der BVSS für mehr Aufklärung und Begegnung – etwa mit Informationsveranstaltungen oder Kinderbüchern über Stottern, die sie an Grundschulen verteilen. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr jedoch die Botschaft: Jugendliche, die stottern, sind nicht allein damit. Etwa ein Prozent der Bevölkerung stottert, allein in Deutschland mehr als 830.000 Menschen. Weitere Informationen rund um Stottern sowie Beratungs- und Selbsthilfeangebote: https://www.bvss.de/

YouToo?

Haben Sie am Arbeitsplatz sexuelle Belästigung, Diskriminierung oder Gewalt erlebt? Begegnen Ihnen im Berufsalltag sexualisierte Sprüche oder Gesten?
Teilen Sie Ihre Erfahrungen – unabhängig davon, ob Sie selbst betroffen waren oder entsprechende Situationen in Ihrem beruflichen Umfeld beobachtet haben. Die Studie der „Medical School Hamburg“ und der „Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege“ (BGW) untersucht entsprechende Erfahrungen von Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen sowie mögliche Zusammenhänge mit dem psychischen Befinden. Ziel ist es, das Ausmaß des Problems sichtbar zu machen und wirksame Präventions- und Unterstützungsangebote weiterzuentwickeln. Die freiwillige Befragung dauert etwa zehn Minuten und ist vollständig anonym. Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich; die Ergebnisse werden ausschließlich zusammengefasst ausgewertet und veröffentlicht.
Teilnahme unter: https://www.bgw-online.de/bgw-online-de/youtoo-umfrage-zu-sexueller-belaestigung-und-gewalt-bei-der-arbeit-130590
Als Dankeschön werden unter allen vollständig ausgefüllten Fragebögen 50 Amazon-Gutscheine im Wert von jeweils 15 Euro verlost.

Online-Befragung zur Elternberatung bei Sprachbarrieren

Wie können LogopädInnen und SprachtherapeutInnen die Verständigung mit Eltern sichern, die nur über geringe Deutschkenntnisse verfügen?
Dieser Frage widmet sich Sneha Khan im Rahmen einer Bachelorarbeit im Studiengang Logopädie an der Hochschule Fresenius. Für die anonyme Online-Befragung werden LogopädInnen und SprachtherapeutInnen gesucht, die in der Kindersprachtherapie tätig sind und bereits Eltern mit geringen Deutschkenntnissen bei häuslichen Übungen angeleitet haben. Im Fokus stehen Erfahrungen, Schwierigkeiten und eingesetzte Verständigungsstrategien. Die Daten werden anonym erhoben und ausschließlich für die Bachelorarbeit ausgewertet. Die Teilnahme dauert etwa sieben bis zwölf Minuten. Zur Umfrage: https://www.soscisurvey.de/ElternberatungbeiSprachbarrieren/

30. Aachener Kolloquium zur Logopädie

Am 27. und 28. November 2026 an der Uniklinik RWTH Aachen
Studierende des Masterstudiengangs Lehr- und Forschungslogopädie stellen ihre Forschungsergebnisse vor, in denen sie die zentralen Bereiche der Logopädie thematisieren. Ergänzend dazu präsentieren Studierende im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten ihre wissenschaftlichen Poster zu evidenzbasierten Einzelfallbehandlungen. Das Programm des 30. Jubiläum wird von zwei Gastvorträgen umrahmt: Herr Prof. Dr. Bernd Kröger stellt die Perspektiven und Grenzen eines neurobiologischen Simulationsmodells der Sprachverarbeitung in der logopädischen Forschung vor.
Frau Prof. Dr. Sujata Huestegge widmet sich der Relevanz einer interprofessionellen Gesundheitsversorgung für die logopädische Praxis. Anmeldung bis zum 6. November 2026 gleich HIER.

Neue Zahlen der Universität Hamburg und von GESIS (dem Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften) zeigen, dass etwa 20 % der 16- bis 65-Jährigen Deutschen über schwache Lesekompetenzen verfügen: rund 10,6 Millionen Menschen. Im Jahr 2012 waren es noch 18 %. Lange Zeit wurde Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz das Bild von AußenseiterInnen zugeschrieben: arbeitslos, abhängig, sozial isoliert und kaum in der Lage, Formulare, Briefe oder Zeitungen selbstständig zu lesen. Die neue LEO-Studie der Universität Hamburg macht deutlich, dass dieses Bild nicht mehr zutrifft. Die meisten Betroffenen nehmen vielmehr aktiv am gesellschaftlichen Leben teil, etwa 60 % von ihnen haben eine reguläre Arbeit, kümmern sich um ihre Familie und organisieren ihren Alltag. Ihr Problem ist nicht, dass sie überhaupt nicht lesen oder schreiben können, sondern vor allem, dass sie Schwierigkeiten mit komplexen Texten haben. Das bedeutet, dass wir geringe Lese- und Schreibkompetenz nicht mehr nur als individuelles Defizit betrachten, das durch zusätzliche Schulung behoben werden muss, sondern dass wir auch die kontextuellen Aspekte davon erkannt haben. Es ist eine Folge der Art und Weise, wie bspw. Behörden und Organisationen mit ihren BürgerInnen kommunizieren. Wer mit einer gewissen Lese- und Schreibschwäche zu kämpfen hat, im Alltag aber gut zurechtkommt, kann an einem langen Behördenbrief, einem digitalen Antragsformular oder einer mit Fachjargon gespickten Sicherheitsanweisung scheitern. Eine komplexe Gesellschaft, die entsprechend kompliziert kommuniziert, schafft in gewisser Weise ihre eigenen Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz und somit liegt diese in der gemeinsamen Verantwortung von Bildung, ArbeitgeberInnen, Staat und Gesellschaft. (alphadekade.de)

David-Sackett-Preis 2027 wird ausgeschrieben - Bewerbungen bis 31. Oktober 2026

Der David-Sackett-Preis wird 2027 zum 19. Mal verliehen. Für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsversorgung vergibt das EbM-Netzwerk jährlich den mit 2.000 Euro dotierten David-Sackett-Preis. Mit dem David-Sackett-Preis können Einzelpersonen oder Gruppen von Wissenschaftler:innen ausgezeichnet werden. Interessierte können sich selbst bewerben oder von einem Mitglied des EbM-Netzwerks vorgeschlagen werden. Die Bewerbungsfrist für die Vergabe 2027 ist der 31. Oktober 2026. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury aus Mitgliedern des amtierenden geschäftsführenden Vorstands, ehemaligen Vorsitzenden des Vereins, SprecherInnen von Fachbereichen sowie einer PatientInnenvertretung. Die eingereichten Arbeiten werden nach folgenden Kriterien bewertet: Innovationsgehalt und Originalität, methodische Qualität hinsichtlich Studiendesign, Auswertung und Ergebnisdarstellung, Praxisrelevanz und Bezug zur Gesundheitsversorgung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, Berücksichtigung von Kosten-Nutzen-Aspekten sowie Einbeziehung von PatientInnnen. Berücksichtigt wird außerdem, ob relevante Einflussgrößen wie Geschlecht oder sozioökonomische Merkmale einbezogen werden und ob ein Data Sharing vorgesehen ist. Die Arbeiten sollen den Kriterien des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE) entsprechen. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Jahrestagung des EbM-Netzwerks 2027, die vom 10. bis 12. März 2027 in Halle (Saale) stattfindet.

Weitere Informationen: https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/david-sackett-preis

Interdisziplinäres Netzwerk zur Verbesserung der logopädischen Versorgung von PatientInnen mit psychischen Erkrankungen und begleitenden Kommunikations- und Schluckstörungen

In dem 2024 gegründeten Netzwerk arbeiten bisher klinisch sowie wissenschaftlich tätige Personen aus den Bereichen Logopädie/Sprachtherapie, Neurologie, -psychologie, Psychiatrie, Psychotherapie und -somatik zusammen, um die oft übersehenen Störungen im Bereich der Kommunikation und des Schluckens besser zu verstehen und zu behandeln. Diese interdisziplinäre und intersektorale Zusammensetzung gewährleistet den direkten Transfer zwischen Forschung und Versorgung. Dabei wird auch die Zusammenarbeit mit entsprechenden internationalen Arbeitsgruppen (z. B. Mental Health Speech Language Therapists/SLTs, Vereinigtes Königreich) konstruktiv genutzt, um Erkenntnisse und innovative Ansätze nach Deutschland zu transferieren. Durch die Teilnahme an psychiatrischen und psychosomatischen Kongressen und Fachtagungen sowie die Integration des Themas in den logopädischen Bereich, soll das Bewusstsein geschärft und die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Sichtbarkeit in verschiedenen Settings gestärkt werden, um langfristig eine ganzheitliche Versorgung der betroffenen PatientInnen zu erreichen. Logopädie wird hier in die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in stationären und ambulanten Settings integriert, um Behandlungserfolge zu optimieren. Aktuell zählt die Initiative 25 aktive Mitglieder unter der Leitung von Dr. Maria Dietrich (Bonn) und der Logopädin Anna Lena Köb (Mainz). Dieses Netzwerk wird offiziell bei den Berufsverbänden dbl (Deutscher Bundesverband für Logopädie e. V.) und dbs (Deutscher Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie) als Arbeitskreis geführt, agiert jedoch frei und eigenverantwortlich. Sollten Sie Interesse zur Mitwirkung haben, nehmen Sie Kontakt mit Maria.Dietrich@ukbonn.de oder Anna-Lena.Koeb@unimedizin-mainz.de auf!

Es würde uns sehr freuen, viele neue und alte Bekannte bei diesem Planungstreffen zu sehen und zu hören! Wir möchten uns im deutschsprachigen Raum als Arbeitsgruppe miteinander koordinieren und Materialien gegenseitig nutzbar machen. Zu diesem Zweck werden wir uns unter anderem regelmäßig über Zoom treffen und austauschen. Zwei weitere Termine sind bereits eingeplant:
Montag, 7. September und Montag, 5. Oktober 2026 jeweils um 15 Uhr

Ihr könnt über den folgenden Zoom-Link dem Zoom-Raum von Maria Schlageter beitreten: https://fhnw.zoom.us/my/mariaschlageter
Wir freuen uns auf den ersten Austausch und wünschen Euch bis dahin eine gute Zeit! 

Viele Grüße, Maria Schlageter & Patrick Schreiber GISKID-Koordinationsgruppe Tag der SES 2026

Bei Fragen zum Tag der SES stehen wir per Mail jederzeit zur Verfügung: ses@giskid.eu

Teilnehmende für Online-Studie zur Dystonie gesucht

Schätzungen zufolge leben allein in Deutschland mehrere Zehntausend Menschen mit einer Dystonie, einer Störung des Spannungszustandes der Muskeln, die zu unwillkürlichen Bewegungen führt. Die Erkrankung führt zu unwillkürlichen Muskelkontraktionen, die wiederholte Bewegungen, Fehlhaltungen oder Verkrampfungen verursachen. Betroffen sein können einzelne Körperregionen wie Augenlider, Hals, Hände oder Stimme, aber auch mehrere Körperbereiche gleichzeitig. Obwohl Dystonie häufig vorkommt, vergehen meist mehrere Jahre bis zur korrekten Diagnose.
Mit der VIDA-Studie („Verständnis der Implikationen von Dystonie auf Affekt, Kognition, den Alltag und soziale Beziehungen“) will das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn untersuchen, wie sich die Erkrankung auf das emotionale Wohlbefinden, die geistige Leistungsfähigkeit und die soziale Teilhabe auswirkt. Ziel ist es, ein umfassenderes Verständnis der Erkrankung zu gewinnen und Bereiche zu identifizieren, in denen Betroffene besonderen Unterstützungsbedarf haben. Dafür sucht das Zentrum für Neurologie am UKB deutschlandweit Personen ab 18 Jahren, die an Dystonie erkrankt sind oder einen Verdacht auf diese Erkrankung haben und bereit sind, anonym an einer online-Befragung teilzunehmen. Diese dauert etwa 20 bis 30 Minuten, erfolgt online und anonym.
Hier geht es zu VIDA Fragebogenstudie: 
https://www.soscisurvey.de/VIDA_Studie/


Vergütungsvereinbarung

Die Vergütungsvereinbarung zum Vertrag nach § 125 Absatz 1 SGB V über die Versorgung mit Leistungen der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie ist beim GKV-Spitzenverband unter www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/ambulante_leistungen/heilmittel/vertraege_125abs1/sssst/anlagen/20260212_Vertrag_125_sssst_Anlage_2_Verguetungsvereinbarung.pdf online. Sie gilt für Leistungen, die ab dem 1. Juli 2026 erbracht werden. Diese Vergütungsvereinbarung trat am 01.01.2026 in Kraft und gilt für Leistungen, die ab dem 01.07.2026 erbracht werden.

Digitaler Stammtisch der dgs Rheinland am 19.11.2026 von 17.00 - 19.30 Uhr online, kostenlos

Das Thema ist "Sprachförderung und Sprachtherapie mit Künstlicher Intelligenz (KI) zum Mitmachen: Grundlagen und Ideen". (Dr. Karin Reber) 
Anmeldung unter: https://eveeno.com/904468822

Sommercamp für stotternde Jugendliche und junge Erwachsene

Zehntägiges Intensivangebot des Instituts für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover (LHU)

Stotternde Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 30 Jahren können sich zum Sommercamp der Hochschulambulanz des Instituts für Sonderpädagogik der LUH anmelden. Das Camp findet vom 3. bis 12. Juli 2026 in der Nähe des Steinhuder Meers in Niedersachsen statt und wird von fachkundigen TherapeutInnen sowie Studierenden der LUH begleitet. Das zehntägige Intensivangebot verbindet therapeutische Arbeit, gruppendynamisches Lernen und wissenschaftliche Evaluation. Ziel ist es, die Kommunikationsfähigkeit und das Selbstvertrauen der Teilnehmenden nachhaltig zu stärken. Unter dem Motto „voneinander lernen – miteinander lernen“ entstehen neue Perspektiven für Berufs- und Privatleben und häufig neue Freundschaften. Die LUH veranstaltet das Sommercamp seit mehr als 20 Jahren. Es bietet einen geschützten Raum, in dem neue Ausdrucksformen erprobt werden können. Zum Konzept gehören theaterpädagogische Elemente, Peer-Beratung, Tandem-Arbeit zwischen Studierenden und Teilnehmenden, aber auch Ausflüge und sportliche Aktivitäten. Grundlage ist ein am Institut entwickelten mehrdimensionales Therapiesystem für Sprech- und Kommunikationsstörungen wie Stottern und Mutismus ab dem Jugendalter, das Körperarbeit, Atmung, Emotion, Stimme und Rollenspiel miteinander verbindet. Nachsorgecamp 2026: 21.10.26 bis 25.10.26  Weitere Informationen und Kontakt: http://www.stottertherapie-hannover.de

Stolperfallen der medizinischen Gesprächsführung mit Kindern bei Früherkennungsuntersuchungen

Die Stiftung Kindergesundheit veranstaltet eine Online-Veranstaltungsreihe, die sich gezielt an medizinisches Fachpersonal richtet. In den Veranstaltungen werden ausgewählte Themen aus dem Kindergesundheitsbericht 2025 mit dem Schwerpunkt „Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen“ aufgegriffen und von ExpertInnen vorgestellt. 

Teilnehmende für Experteninterviews gesucht: Therapie non- und minimalverbaler Kinder und Jugendlicher im Autismus-Spektrum

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit im Studiengang Therapiewissenschaften – Logopädie (B. Sc.) an der SRH Fernhochschule untersuche ich Kompetenzanforderungen an Logopäden und Sprachtherapeuten in der Therapie non-und minimalverbaler Kinder und Jugendlicher im Autismus-Spektrum. Gesucht werden Logopäden oder Sprachtherapeuten mit mehrjähriger und regelmäßiger therapeutischer Erfahrung in der Arbeit mit non- oder minimalverbalen Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum, die bereit sind, ihre beruflichen Erfahrungen in einem leitfadengestützten Experteninterview zu teilen. Rahmen des Interviews: 

  • • Dauer: ca. 45–60 Minuten 
  • • Format: online oder in Präsenz 
  • • Teilnahme freiwillig, pseudonymisierte Auswertung 

Die Studie soll dazu beitragen, praxisrelevante Kompetenzanforderungen in diesem Arbeitsfeld sichtbar zu machen und Impulse für Ausbildung und Studium der Logopädie abzuleiten. Bei Interesse an einer Teilnahme freue ich mich über eine kurze Nachricht: Evelyn Lerch Studentin Therapiewissenschaften – Logopädie (B. Sc.) SRH Fernhochschule E-Mail: Evelyn.Lerch@stud.mobile-university.de

Teilnehmende für Studie gesucht

Das Kooperationsprojekt AI-SIC des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) und der Universität Leipzig möchte besser verstehen, wie Eltern und Kinder die kindliche Gesundheit bewerten und wo Unterschiede bestehen. Dafür sucht das Projekt Familien mit Kindern zwischen 8 und 16 Jahren, die an kurzen Videointerviews teilnehmen wollen. Die Teilnahme erfolgt freiwillig und bequem von zu Hause per Videointerview, das insgesamt etwa 30 Minuten dauert (20 Minuten mit einem Elternteil, 10 Minuten mit dem Kind). 

Alle Angaben werden vertraulich und anonymisiert behandelt. Als Dankeschön erhält jede Familie einen Wunschgutschein im Wert von 10 Euro. 

Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.lifbi.de/de-de/Datenerhebung-AI-SIC/Anmeldung-zur-Studie

Umfrage zu digitalen Technologien 

Von Praxissoftware über Therapie-Apps bis hin zu Künstlicher Intelligenz – halten zunehmend Einzug in den therapeutischen Alltag. Gleichzeitig begegnen viele TherapeutInnen der Digitalisierung mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen, Fragen oder auch Unsicherheiten. Wie wird Digitalisierung aktuell in der Logopädie und Sprachtherapie genutzt, welche Hürden oder Bedenken bestehen und welche Unterstützung wäre im Alltag wirklich hilfreich? Einfach QR-Code scannen und Umfrage ausfüllen - es dauert nur 7 min. Kontakt: netzwerk@digitale-sprachtherapie.de

StudienteilnehmerInnen gesucht

Im Rahmen des Projekts „Computers in Early Literacy“ führen Prof. Dr. Stefanie Jung und Rebekka Echternkamp von der Hochschule Trier sowie Marietheres Pscheidt von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen) eine wissenschaftliche Online-Studie durch. Ziel ist es, frühe Literacy-Kompetenzen von Kindern mit einer Sprachentwicklungsstörung (SES) besser zu verstehen – insbesondere im Vergleich zwischen dem Schreiben mit Stift und Tastatur. Dafür ist das Forschungsteam auf der Suche nach Kindern im letzten Kindergartenjahr (etwa fünf bis sechs Jahre alt) mit einer diagnostizierten SES, die an der Studie teilnehmen. Wichtig ist, dass ihre Erstsprache Deutsch ist und sie nicht mehrsprachig aufwachsen. Zudem sollten keine Begleiterkrankungen vorliegen wie bspw.: Entwicklungsverzögerungen, Mutismus, Autismus, körperliche Beeinträchtigungen etc. Die Teilnahme an der Studie erfolgt online und ist somit räumlich und zeitlich flexibel durchführbar. Die Studie wird von LogopädInnen begleitet und ist für Kinder und Eltern vollkommen risikofrei, freiwillig und jederzeit widerrufbar. Die Datenerhebung erfolgt vertraulich und pseudonymisiert. Als Aufwandsentschädigung erhalten Teilnehmende einen Gutschein im Wert von 25 Euro. Bei Interesse oder Rückfragen zur Studie wenden Sie sich bitte an: studie-kibuza@inf.hochschule-trier.de

Umfrage für Jugendliche

Die Meinung von jungen Menschen ist dem Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) wichtig! Sie wollen ihre Jugendarbeit besser machen und möchten wissen, was jungen Menschen wichtig ist, welche Themen sie beschäftigen und was sie sich wünschen. Daher rufen sie alle jungen Menschen im bvkm auf, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen. Dies dauert nur ein paar Minuten. Laden Sie junge Menschen in Ihren Bezügen zur Umfrage ein! https://survey.lamapoll.de/bvkm_Jugend-Umfrage

Forschungsprojekt „Die Kommunikations-, Sprech- und Sprachentwicklung bei Kindern: Die ersten zwei Lebensjahre (KoSS NME 0-2)“

Das Forschungsprojekt „Die Kommunikations-, Sprech- und Sprachentwicklung bei Kindern: Die ersten zwei Lebensjahre (KoSS NME 0-2)“ am Institut für Gesundheitswissenschaften der Universität zu Lübeck untersucht mithilfe von Online-Elternfragebögen die frühe Sprachentwicklung von Kindern zwischen 0 und 2 Jahren. Ziel ist es, ein einheitliches Erfassungsverfahren für Deutschland zu entwickeln, um Familien besser beraten zu können. Die Teilnahme an der Studie ist für alle Familien mit Kindern im genannten Alter möglich und dauert ca. 15 Minuten. Zur Unterstützung des Projekts stehen  Poster z.B. für Ihre Praxisräume und ein digitaler Flyer zur Verfügung; die Initiatorinnen freuen sich über Verbreitung in Deutschland, Österreich und der Schweiz.  Hier können Eltern direkt teilnehmen: altersspezifische Online-Elternfragebögen

Vertragsverhandlungen

Am 5. Dezember 2025 haben sich die vier Verbände für Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen (dba), Logopädie (dbl), Akademische Sprachtherapie/Logopädie (dbs) und LOGO Deutschland (LD) im Rahmen umfangreicher Vertragsverhandlungen mit dem Spitzenverband „Bund der Krankenkassen“ (GKV) zahlreiche Anpassungen am Vertrag nach SGB V §125 erarbeitet. Eine zentrale Neuerung ist die rückwirkende Gleichstellung von Online-Fortbildungen mit Präsenz-Fortbildungen ab 2022, sodass Online-Fortbildungen nun voll und gleichwertig für Fortbildungspunkte anerkannt werden. Auch wurde sich auf neue Vergütungssätze geeinigt: Ab dem 1. Juli 2026 gelten neue Preise und eine festgeschriebene, vergütete 15-minütige Vor-, Nachbereitungs- und Dokumentationszeit. Die häufigste Abrechnungsposition „45 Minuten Behandlung“ steigt um 6,12% auf 76,06 Euro. Die Finalisierung der Änderungen wurde auf Januar verschoben und steht vor dem Unterschriftenverfahren, wobei LD noch die Zustimmung seiner Mitglieder einholen möchte.

Versorgungssituation von Menschen mit außerklinischer Intensivpflege (AKI)

Der Ergebnisbericht des Projekts „ATME“ analysiert die Versorgungsstrukturen, Krankheitsverläufe und Bedarfe von beatmeten und/oder tracheotomierten Menschen. Es wird u. a. festgestellt, dass die große Mehrheit der PatientInnen in der eigenen Häuslichkeit versorgt wird und die Betroffenen sich am häufigsten wünschen, eine bestmögliche Lebensqualität zu erreichen sowie den „Ist-Zustand“ zu erhalten. Die Ergebnisse sind bedeutsam, weil der Leistungsanspruch auf AKI im Jahr 2020 neu geregelt wurde.

ATME – Bedarfslagen, Bedürfnisse und sektorenübergreifende Versorgungsverläufe außerklinisch beatmeter Intensivpatienten - G-BA Innovationsfonds

Neuer Videopodcast "Sprechpause – Der Talk mit Stottern"

Etwa ein Prozent der Bevölkerung stottert, allein in Deutschland mehr als 830.000 Menschen. Nach heutigem Kenntnisstand sieht man die Hauptursache von Stottern in einer vererbten Veranlagung dazu, die nicht zwangsläufig, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Auftreten von Stottern führt. Die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e. V. (BVSS) ist in Deutschland die zentrale Anlaufstelle zu diesem Thema. Die BVSS informiert, berät und bringt Menschen miteinander in Kontakt, z. B. in den rund 100 Selbsthilfegruppen stotternder Menschen.

Zum Welttag des Stotterns am 22. Oktober 2025 startete die BVSS den Videopodcast „Sprechpause – Der Talk mit Stottern“. Das deutschlandweit einzigartige Projekt bringt ausschließlich stotternde Menschen miteinander ins Gespräch. In der ersten Folge „Heilung gesucht – sich selbst gefunden“ mit dem Musiker MKSM geht es unter anderem um den langen Weg zur Selbstliebe. Der Wahlberliner ist Sänger, Musiker und queerer Aktivist und erzählt im Gespräch mit Eva ungefiltert seine Geschichte mit Stottern.

Die erste Staffel der YouTube-Serie umfasst sechs Talks mit ganz unterschiedlichen Menschen und einer Gemeinsamkeit: Alle stottern seit der Kindheit. „In den Gesprächen geht es eigentlich um alles, was uns im Leben mit Stottern bewegt oder bewegt hat: um Kindheit, Schule oder Job, Therapien, Selbstzweifel – aber auch um Empowerment und die Stärke der Selbsthilfe“, erläutert Eva Steißlinger. Die 29-jährige Freiburgerin engagiert sich ehrenamtlich im Vorstand der BVSS und ist die Gastgeberin von „Sprechpause“.

Der Videopodcast mit und von Stotternden ist für die Selbsthilfeorganisation ein konsequenter Schritt, um offensiv Vorurteile über die Redeflussstörung abzubauen und stotternde Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu stärken.

„Stotternde sollen sich gesehen und gehört fühlen und wissen Ich bin nicht allein – und ich darf genauso sprechen, wie ich eben spreche“, wünscht sich Steißliger als Ergebnis für den Videopodcast.

Folge 1 von „Sprechpause – Der Talk mit Stottern“

HIER geht's zum YouTube-Kanal „wir stottern“ der BVSS

Pflicht zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur

Die CDU/CSU- und SPD-Bundestagsfraktionen haben am 07.10.2025 einen Änderungsantrag eingebracht, der vorsieht, dass die verpflichtende TI-Anbindung für HeilmittelerbringerInnen nach § 360 Absatz 8 SGB V vom 01.01.2026 auf den 01.10.2027 verschoben wird. Als Begründung dafür wird die absehbare Verspätung der elektronischen Heilmittelverordnung angeführt.