LRS-Förderung jenseits der Phonologie
Schreibstrategien über das „Hinhören“ hinaus
In der Rechtschreibung des Deutschen verursachen vor allem jene Schreibungen Probleme, die nicht allein durch eine „Hinhörstrategie“ erschlossen werden können. Gerade Kinder mit einer LRS zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Verschriftlichung ihrer eigenen Aussprache als dominante Schreibstrategie verwenden. Nach dem Erlernen der Phonem-Graphem-Relationen, führt genaues Hinhören allerdings nur zu noch mehr Fehlern. Hier sind andere morphematische, grammatikalische, orthografische sowie Merkstrategien vonnöten, um zur richtigen Schreibung zu gelangen. Ausgehend von einem Überblick über jene Teilbereiche der Orthografie, die mit phonologischen Strategien nicht erschlossen werden können, werden Strategien und vor allem praktische Spiel- und Übungsformen vorgestellt, die den Aufbau eines gesicherten Schreibwortschatzes auch noch bei älteren Kindern ermöglichen.
Darüber hinaus laden wir Sie im Anschluss an das Webinar ein, auf unserer Digitalen Sofaecke Platz zu nehmen - analog zur Situation vor Ort, wo man nach einem Seminar oder in der Kaffeepause gerne noch locker beisammensteht und das Seminar Revue passieren lässt. Haben Sie Zeit und Lust? Dann bleiben Sie nach Beendigung des Webinars einfach im Zoom-Raum, werden mit Bild und Ton zugeschaltet und machen es sich so neben Ihren KollegInnen noch eine Weile auf dem virtuellen Sofa bequem.
39,00 €
freie Plätze vorhanden
| Seminar-Nr.: | 2613-ONW-TMA |
|---|---|
| Seminarort: | Online |
| Datum: | Mo. 23.03.2026 | 18:00 - 20:15 |
| Theorie: | 3 |
Über Reinhard Kargl
Studium der Deutschen Philologie, Philosophie, Psychologie und Pädagogik. Seit 2000 Trainer im Bereich LRS und Lernstörungen. Dr. Reinhard Kargl ist seit 2003 Leiter der Lese-Rechtschreib-Institute (Graz, Leibnitz, Wien, Bruck) und Autor von Trainingsprogrammen (MORPHEUS und MORPHEUS-Englisch) sowie der förderdiagnostischen Testbatterie MORPHEUS TB. Als Vortragender ist er an verschiedensten Institutionen, wie z.B. den Pädagogischen Hochschulen (Steiermark, Wien, Niederösterreich, Burgenland), der UMIT Tirol (University for Health Sciences, Medical Informatics and Technology) sowie dem Qualitätszirkel Legasthenie, tätig. Am Lese-Rechtschreib-Institut leitet er die Kooperation mit der Universität Graz in zahlreichen wissenschaftlichen Projekten und Publikationen mit dem Schwerpunkt „Neuronale und kognitive Grundlagen von Lernstörungen“.